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Sibirischer Stör – Acipenser baerii

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Description

Der Sibirische Stör Acipenser baerii ist eine Stör-Art aus dem russischen Sibirien, China und Kasachstan sowie der Mongolei. Unter anderem lebt der Sibirische Stör im Baikalsee, aber auch in praktisch allen Flüssen und Flussystemen in der Region. Er spielt als Kaviarproduzent eine wichtige wirtschaftliche Rolle in seinen Herkunftsländern. Unsere Sibirischen Störe sind Nachzuchten. Weil es sich um Einzelgänger handelt, kann auch ein Einzelexemplar im Teich gehalten werden.
Der Sibirische Stör ist lang und spindelförmig und hat typische Knochenplatten und Schmelzschuppen, die durch ihre helle Farbe in einem schönen Kontrast zu seinem dunkel graubraunen Körper stehen. Der Bauch des Sibirischen Störs ist ebenfalls hell. An der typischen langen Schnauze sitzen Bartelpaare.

Der Sibirische Stör ist ein Knochenfisch und wirkt mit seinen Knochenplatten wie ein Tier aus grauen Vorzeiten. Störe sind lebhafte, absolut toll zu beobachtende und sehr faszinierende Teichbewohner. Der Sibirische Stör ist einer der größeren Vertreter aus der Familie der Störe, er wird 140 bis 200 cm lang und kann knapp 100 kg schwer werden. Daher braucht der Sibirische Stör einen sehr großen Teich mit einem Volumen von mindestens 30 Kubikmetern Wasservolumen, oder besser noch einen See. Eine Wassertiefe von 2 Metern und mehr ist ebenso notwendig wie eine gute Teichlänge, damit der Stör gegebenenfalls richtig Strecke machen kann – für den Sibirischen Stör sind mindestens 20 Meter Teichlänge vonnöten.

Zu dicht bepflanzt sollte der Teich für die Haltung von Stören nicht sein, auch die Anwesenheit von dichten Beständen von Fadenalgen kann sich nachteilig auswirken. Störe haben keinen Rückwärtsgang und kommen nicht mehr wirklich weg, wenn sie sich einmal verfangen haben. Gerade für Jungstöre können Fadenalgen zu einer tödlichen Falle werden.

Bei der Anlage des Störteiches sollten Sie Terrassen einplanen, damit Sie Ihre eher am Boden orientierten Störe auch gut beobachten können. Bei warmen Temperaturen zieht sich der Stör gerne in sauerstoffreichere kühlere Wasserzonen zurück. Die Sauerstoffversorgung vor allem im Sommer sollte durch entsprechende Wasserspiele, eine Luftpumpe oder einen Teich-Oxydator sichergestellt werden. Der Teichgrund sollte überwiegend aus weichem Substrat wie Schlamm oder Lehm bestehen, in dem der Sibirische Stör gerne nach Würmern, Insekten, Insektenlarven und Krebstieren gründelt. Auch Jungfische oder kleinere bis mittelgroße Teichfische kann der Stör ab und zu erbeuten. Weil Acipenser baerii gerne vom Boden frisst, ist ein absinkendes Störfutter optimal zur Fütterung. Mit Geduld können Sie Ihre Störe auch aus der Hand füttern. Eine Fütterung mit schwimmenden Teichfischfutter ist für Störe nicht geeignet, weil sie dadurch viel zu viel Luft schlucken würden.

Der Sibirische Stör wird erst in höherem Alter von 15 bis 20 Jahren geschlechtsreif. Störe sind Laichwanderer, die tausende von Kilometern flussaufwärts wandern und eine starke Strömung brauchen, um in Laichstimmung zu kommen. Eine Vermehrung im Teich ist daher ziemlich unwahrscheinlich.

Sibirische Störe sind aktive Teichbewohner, die viel schwimmen. Auch in der Winterzeit halten sie keine Winterruhe, sondern sind ebenfalls den ganzen Tag unterwegs. Andere Teichfische, die am Teichgrund in Winterruhe gehen, können sich von den Stören stark gestört fühlen, deshalb sind zum Beispiel Koi keine guten Teichgefährten für den immer aktiven Stör.

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