Description
Der Schwertträger Xiphophorus helleri ist ein lebend gebärender Zahnkarpfen aus Mittelamerika und Südamerika, der schnell fließende Flüsse mit vielen Pflanzen als natürliche Biotope bevorzugt. Als besonderes Merkmal tragen die bis etwa 12 cm langen Männchen ein spektakuläres Schwert an ihrer Schwanzflosse. Bei ausgewachsenen Männchen kann es eine beeindruckende Länge von etwa 4 cm erreichen. Die Weibchen dagegen tragen kein Schwert, sind aber etwas dicker als die Männchen und werden ebenfalls ca. 12 cm groß. Es gibt bei Schwertträgern auch Männchen ohne Schwert, die sogenannten Spätmännchen. Sie sehen sehr lange wie Weibchen aus. Selbst nach der Ausbildung ihres männlichen Gonopodiums (des länglichen Geschlechtsorgans, zu dem die Afterflosse umgebildet ist) behalten sie die Körperform eines kräftigen Weibchens, sind aber zeugungsfähig.
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Der Schwertträger gehört zur Familie der lebend gebärenden Zahnkarpfen und bringt folgerichtig auch lebende Jungfische zur Welt. Die Weibchen speichern nach der Paarung den Samen eine längere Zeit und können daher weitere Würfen auch ohne Männchen zur Welt bringen. Ein Wurf kann bis zu 150 junge Schwertträger umfassen. Adulte Schwertträger fressen ihren Nachwuchs und halten die Gruppengröße in Grenzen.Bei der Geburt sind junge Schwertträger schon 6-9 Millimeter lang. In gut bepflanzten Aquarien ist die Überlebenschance für die Jungfische höher.
Schwertträger sind recht gesellige Fische und zeigen für einen Süßwasserfisch ein relativ gut ausgeprägtes Schwarmverhalten. In der Natur findet man sie in mittelhartem bis hartem Wasser und teils sogar in leicht salzigen Brackwasser der Flussmündungen. Eine Wassertemperatur von 20-28 °C im Aquarium ist optimal für Xiphophorus helleri, eine Salzzugabe kann ihr Wohlbefinden erhöhen.
Schwertträger sind mit Guppys und Platys verwandt und können sich mit Platys sogar kreuzen. Die Vergesellschaftung von Schwertträgern mit mittelgroßen bis größeren friedlichen Fischen im Gesellschaftsaquarium funktioniert gut; auch mit größeren Garnelen wie Amanogarnelen oder Fächergarnelen lassen sie sich gut halten. Selbst mit friedlichen Zwergflusskrebs Arten aus der Gattung Cambarellus kann eine Vergesellschaftung klappen. Kleinere Garnelen und auch Garnelen Jungtiere werden eventuell gefressen, sich gut vermehrende Arten wie Neocaridina Garnelen oder Sulawesi Inlandsgarnelen können sich jedoch meist auch in Schwertträgeraquarien mit vielen Verstecken halten.
In der Natur gehören neben Würmern, Insektenlarven und Kleinkrebse auch weiche Wasserpflanzen und Algen zum Speisezettel der Schwertträger. Schwertträger knabbern auch im Aquarium gern an Algen und zupfen Biofilme und Algenbeläge ab. Weiches Gemüse (Tomaten, Zucchini, Kürbis, überbrühte Spinatblätter, Löwenzahn oder Brennnesselblätter etc.) kann Schaden von den Pflanzen abwenden helfen. Auch Flockenfutter oder Granulatfutter für Aquarienfische wird gerne genommen, ebenso wie Spezialfutter für Lebendgebärende, Frostfutter oder Lebendfutter wie Grindal, Wasserflöhe oder Mückenlarven.





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