Description
Die wunderschöne schwarz-weiß gestreifte Bienengarnele mit dem oft auffallend orangefarbenen Schwanzfächer ist neben der Amanogarnele eine der ersten Ziergarnelen, die es im Hobby gab. Die hübschen Tiere sind im Hobby sehr beliebt. Sehr lange Zeit war die Art nicht beschrieben, weil kein Fundort bekannt war, und die Tiere wurden als Caridina cf. cantonensis geführt. Vor wenigen Jahren erst wurde das Habitat in Südchina entdeckt, und 2014 wurde die Bienengarnele dann wissenschaftlich als neue Art beschrieben. Sie erhielt den Namen Caridina logemanni. Der Grade K4 bezeichnet Bienengarnelen mit vier gleichmäßigen Bändern, der Grade K6 steht für Bienengarnelen, bei denen das letzte dunkle Band auf dem Hinterleib nach unten hin entweder V-förmig zuläuft (V-Band) oder in zwei Spitzen ausläuft (Tiger Tooth).
In der Natur leben Bienengarnelen in sehr weichem, kühlem, sauberem und sauerstoffreichem Wasser, und auch im Hobby hat sich herausgestellt, dass man die Tiere zwar eine gewisse Zeit auch in härterem Leitungswasser halten kann, dass sie sich dort aber kaum vermehren. Als Weichwassergarnele bevorzugen sie eine sehr niedrige Karbonathärte, die nur in wenigen Gegenden so aus der Leitung kommt. Revolutioniert hat die Bienengarnelenhaltung die Entwicklung eines speziellen Aufhärtesalzes, mit dem man Osmosewasser oder demineralisiertes Wasser auf die Werte aufsalzen kann, die für die Bienengarnele optimal sind. Auch der Einsatz von aktiven Soils, die die Wasserwerte in einem für Bienengarnelen günstigen Bereich halten, hat sich bei vielen Haltern bewährt, auch wenn neutraler Bodengrund wie Kies selbstverständlich auch verwendet werden kann. Nur aufhärten sollte der Boden definitiv nicht, weil die Bienengarnele ja sehr weiches Wasser bevorzugt.
Die Bienengarnele braucht sehr sauberes Wasser, daher sollte man nicht überfüttern und regelmäßig ca. 10 bis 30 % pro Woche Wasser wechseln. Besonders im Sommer sollte man darauf achten, dass die Temperaturen im Aquarium 25 °C nicht übersteigen. So sind die Tiere deutlich weniger anfällig für Krankheiten und Häutungsprobleme, und die Vermehrungsrate ist sehr viel höher.
Sind die äußeren Bedingungen gut, ist die Zucht der Bienengarnele recht einfach. Das Weibchen trägt 20 bis 40 Eier unter dem Hinterleib, und nach drei bis vier Wochen Brutpflege schlüpfen fertige Junggarnelen, die kein Larvenstadium mehr durchlaufen müssen. Die Jungtiere sind zu Beginn sehr sesshaft und sollten daher mit einem guten Staubfutter gefüttert werden, damit sie dort Nahrung finden, wo sie sich gerade aufhalten. Da bei vielen schwarzen Bienengarnelen latent rote Gene vorhanden sind, können im Nachwuchs immer einmal rote Bienengarnelen (Crystal Red) auftauchen. Das ist nicht weiter schlimm, weil auch bei einer Vermischung keine unattraktiven transparenten Tiere auftauchen werden, sondern nur dunkel oder rot gestreifte Bienengarnelen.
Bienengarnelen sind nicht sehr wählerisch, was das Futter anbelangt. Als Allesfresser und Resteverwerter nehmen sie zum Beispiel dankbar braunes Herbstlaub, das man im Aquarium belassen kann, da es ein gutes Dauerfutter darstellt, das keinen negativen Einfluss auf die Wasserwerte hat. Die Gabe eines speziellen Proteinfutters zwei Mal pro Woche hat sich bewährt. Ansonsten sollte für Bienengarnelen Futter vorwiegend pflanzlichen Ursprungs Verwendung finden.
Bienengarnelen werden maximal drei Zentimeter groß, wobei die Weibchen etwas größer werden als die Männchen. Die Männchen sind generell etwas schlanker, während die Weibchen weit nach unten ausgezogene Bauchtaschen haben und dadurch plumper wirken. Die Tiere sind meist friedlich und können gut mit anderen Garnelen vergesellschaftet werden, vorausgesetzt, die Ansprüche an die Wasserwerte sind in etwa vergleichbar. Mit Krebsen, Schnecken und Muscheln sowie kleinen, friedlichen Fischen kann man Bienengarnelen ebenfalls zusammen halten, wobei selbst der friedlichste Fisch hin und wieder eine kleine Babygarnele fressen wird. Aufgrund ihrer etwas geringeren Vermehrungsraten sollte man sich also gut überlegen, ob man den Tieren nicht doch lieber ein reines Garnelenbecken gönnen möchte.
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