Description
Piper sp. Dark Night ist eine noch nicht formal beschriebene Pfeffergewächs-Art (Piperaceae) aus den tropischen Regenwäldern Borneos, die im Handel unter diesem treffenden Handelsnamen geführt wird. Die Gattung Piper umfasst weltweit über 2.000 Arten, von denen viele in den Regenwäldern Südostasiens vorkommen und nach wie vor taxonomisch unzureichend erfasst sind. Der Handelsname Dark Night beschreibt das auffälligste Merkmal dieser Pflanze präzise: Das ausgereifte Blatt ist von einem tiefen, fast schwarzen Anthrazit, das in bestimmtem Licht einen dezenten, matt schimmernden Glanz entwickelt und der Pflanze eine außergewöhnlich dunkle, dramatische Erscheinung verleiht.
Besonders eindrucksvoll ist die ausgeprägte Farbentwicklung über den Blattalterungsprozess. Junge Blätter entfalten sich in einem leuchtenden Kupfer- bis Rotbraun, das mit dem tiefroten, kräftigen Blattstiel eine warme, metallisch wirkende Einheit bildet. Mit zunehmendem Alter verdunkeln sich die Blätter schrittweise über ein dunkelgrau schimmerndes Anthrazit hin zu dem charakteristischen Tiefschwarz der reifen Blätter. Diese gleichzeitige Präsenz mehrerer Blattstadien an einer einzigen Pflanze erzeugt ein farbliches Spektrum von Kupfer über Grau bis Schwarz, das im Terrariumbereich ohne Vergleich ist. Die Blattform ist breit eiförmig bis herzförmig, mit kräftig ausgeprägter Nervatur, die die leicht bullate, strukturierte Blattoberfläche in gleichmäßige Felder unterteilt. Der Wuchs erfolgt aufrecht kletternd, mit kräftigen, tiefrot gefärbten Stielen, die den dekorativen Gesamteindruck zusätzlich verstärken.
Im Terrarium bevorzugt Piper sp. Dark Night einen Standort mit hellem bis mäßigem indirektem Licht. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da sie die empfindliche Blattoberfläche schädigt und die charakteristische Dunkelfärbung ausbleichen lässt. Hohe Luftfeuchtigkeit ist entscheidend für ein gesundes Wachstum und eine optimale Blattentwicklung: Werte zwischen 75 und 95 % sind ideal. Das Substrat sollte locker, gut drainierend und mäßig humusreich sein, mit einem guten Anteil an organischer Struktur wie Kokoshumus oder Torfmoos, ergänzt durch Lavagranulat oder Perlite für ausreichende Belüftung der Wurzeln. Der Untergrund sollte gleichmäßig feucht, aber niemals dauerhaft nass gehalten werden. Staunässe führt zuverlässig zu Wurzelfäule und sollte unbedingt vermieden werden. Die Temperatur sollte konstant zwischen 20 und 27 °C liegen. Starke Temperaturschwankungen und Zugluft sind zu meiden, da die Pflanze empfindlich auf instabile Bedingungen reagiert. Gute Luftzirkulation im Terrarium beugt Schimmelbildung vor, ohne die Luftfeuchtigkeit zu stark abzusenken.
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