Description
Der Schwarze Molly ist die schwarze Zuchtform des Spitzmaulkärpflings Poecilia sphenops aus Südamerika. Poecilia sphenops var. black ist ein Aquarienfisch, der eher hartes Wasser bis Brackwasser bevorzugt. Die in der Aquaristik seit über 100 Jahren äußerst beliebten Black Mollys gehören zur Familie der lebend gebärenden Zahnkarpfen, sie sind eng mit Schwertträgern, Guppys und Platys verwandt. Poecilia sphenops kommt ursprünglich aus Mittelamerika und Südamerika, wo die Fische in den Unterläufen und Mündungen von vielen Flüssen gefunden werden.
Männliche Schwarze Mollys werden etwa 4 bis 6 cm, weibliche ungefähr 6 bis 10 cm lang. Die Männchen haben außerdem ein Gonopodium, also ein längliches Geschlechtsorgan am Hinterleib, das den Weibchen fehlt. Die Weibchen sind etwas rundlicher als die Männchen. Die Farbe des Black Mollys ist samtschwarz, kleinere oder größere helle Flecken sind möglich.
Der Schwarze Molly gehört zu den lebend gebärenden Zahnkarpfen, was bedeutet, dass die Weibchen lebende Jungfische zur Welt bringen. Schwarze Molly Weibchen sind in der Lage, nach der Paarung Samen lange zu speichern, so kann es auch dann noch zu mehreren Würfen kommen, wenn die Tiere in eingeschlechtlichen Gruppen gehalten werden. Ein Wurf ist 30-80 Jungtiere groß. Die ausgewachsenen Black Mollys fressen die Fischbabys zum Teil.
Schwarze Mollys sind Gruppenfische und sollten nicht alleine gehalten werden. In der Natur lebt Poecilia sphenops in mittelhartem bis hartem Wasser und auch in Brackwasser in den Flussmündungen. Wassertemperaturen von 24-28 °C sind für den Black Molly optimal, diese schönen Aquarienfische reagieren vor allem auf Temperaturschwankungen recht empfindlich, also Vorsicht beim Wasserwechsel: Er sollte immer mit temperiertem Wasser vorgenommen werden.
Eine Gruppe Schwarze Mollies lässt sich perfekt mit größeren Garnelen wie zum Beispiel Amanogarnelen, aber auch mit Fächergarnelen vergesellschaften. Schwarze Molly fressen kleinere Garnelen und können im Gesellschaftsaquarium noch am ehesten mit Zwerggarnelen der Gattung Neocaridina gehalten werden, die für ihre hohe Vermehrungsrate bekannt sind. Auch mit eher friedlichen Cambarellus Zwergflusskrebsen kann das Zusammenleben gut funktionieren. Kleinere Garnelenarten werden tendenziell eher gefressen, insbesondere Junggarnelen stehen wie viele andere Kleinkrebse auch in der Natur auf dem Speiseplan der Spitzmaulkärpflinge. Größere Flusskrebse können dagegen auf Jagd nach den Black Mollys gehen und sie fressen.
In der Natur gehören neben Kleinkrebsen auch Würmer und Insektenlarven sowie Algen und weichlaubige Wasserpflanzen zur Nahrung des Spitzmaulkärpflings. Schwarze Mollys knabbern auch im Aquarium gerne an Algenbelägen. Weiches oder überbrühtes Gemüse wie Tomaten, Zucchini, Kürbis, Spinatblätter, Löwenzahn oder Brennnessel werden gerne gefressen, aber auch Flockenfutter, Frostfutter oder Lebendfutter wie Enchyträen, Wasserflöhe oder Mückenlarven.
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