Description
Pachypodium lamerei ist eine der eindrucksvollsten Sukkulenten Madagaskars und gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) – ein überraschender Verwandter von Hoya und Oleander, der durch konvergente Evolution eine völlig eigenständige, palmenartige Gestalt entwickelt hat. Der Gattungsname leitet sich aus dem Griechischen ab: „pachys“ (dick) und „podion“ (Fuß) – eine treffende Beschreibung des massiv verdickten, wasserführenden Stammes, der das morphologische Herzstück dieser Art darstellt. In den trockenen Kalksteinhalbwüsten des südwestlichen Madagaskars kann Pachypodium lamerei Stammhöhen von bis zu sechs Metern erreichen und gehört damit zu den baumartigen Sukkulenten seiner Heimatregion.
Der Stamm ist das botanische Hauptmerkmal: silbrig-grau, mit zunehmender Höhe deutlich keulenförmig verdickt und über seine gesamte Länge mit charakteristischen Dreiergruppen aus Dornen besetzt – eine lange Mitteldorn, flankiert von zwei kürzeren Seitendornen. Diese Anordnung ist diagnostisch für die Art und unterscheidet Pachypodium lamerei von verwandten Arten. Die schmal-lanzettlichen, dunkelgrünen Blätter entspringen ausschließlich an der Triebspitze als schopfartige Krone und verleihen der Pflanze ihre unverkennbare, palmenartige Silhouette. Da Pachypodium lamerei in seiner Heimat eine ausgeprägte Trockenzeit erlebt, reagiert die Pflanze bei Kälte und Lichtmangel mit einem vollständigen Blattabwurf – eine normale Ruhephase, aus der sie im Frühjahr mit frischer Kraft austreibt. Reife Exemplare belohnen geduldige Pfleger mit großen, strahlend weißen Blüten mit gelbem Zentrum an der Triebspitze. Wie alle Apocynaceae enthält auch Pachypodium lamerei einen giftigen Milchsaft – Vorsicht beim Umgang ist geboten.
Als Volllichtpflanze benötigt Pachypodium lamerei den sonnigsten Standort, den Zimmer oder Balkon bieten können – direktes Sonnenlicht fördert kompakten Wuchs und die charakteristische Stammentwicklung. Im Winter sollte die Pflanze kühl und nahezu trocken gehalten werden, um die natürliche Ruhephase zu respektieren.
Das Substrat sollte rein mineralisch und extrem drainiert sein – der NatureHolic Jungle Mix bietet mit seiner offenporigen Struktur optimale Bedingungen für den sukkulenten Stamm und schützt die empfindlichen Wurzeln zuverlässig vor Staunässe. Gieße in der Wachstumsphase moderat und reduziere die Wassergaben im Herbst drastisch. Eine dosierte Gabe des NatureHolic Jungle Boost im Frühjahr unterstützt den Neuaustrieb nach der Ruhephase.
Mit seinem silbrigen Dornenstamm, der palmenartigen Blattkrone und dem enormen Potenzial zur imposanten Stammbildung ist Pachypodium lamerei eine der charakterstärksten Sukkulenten überhaupt – archaisch, elegant und von bleibender Faszination.
Lieferung ohne Übertopf.
Unser Tipp: Mit unserem selbstbewässernden NatureHolic Junglepot System in Kombination mit unserem NatureHolic Jungle Mix wird die Pflege wesentlich erleichtert und die Pflanze optimal versorgt. Ideal für ein Semi-Hydroponic Set up ist die Verwendung unseres NatureHolic Sphagnum Moos.
Achtung: Anders, als unsere NatureHolic Green Label Pflanzen sind diese Pflanzen nicht speziell für den Einsatz im Terrarium gezüchtet. Unser Tipp: Beim Einsatz im Terrarium das Substrat vollständig entfernen und die Pflanze mehrfach gut abspülen.





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