Description
Hyphessobrycon loretoensis wurde bereits 1938 erstmals nach Europa gebracht und ist damit ein alter Bekannter der Aquaristik — und doch begegnet man ihm im Handel erstaunlich selten. Dabei hat dieser kleine Salmler aus der Provinz Loreto im peruanischen Amazonasgebiet durchaus einiges zu bieten. Der Körper ist schmal und stromlinienförmig, der Rücken dunkel rotbraun, die untere Körperhälfte silbrig bis leicht goldgelblich schimmernd. Das charakteristischste Merkmal ist ein breites, dunkles Längsband, das von den Kiemendeckeln bis zur Schwanzwurzel verläuft und auf der hinteren Körperhälfte besonders klar ausgeprägt ist — darunter zieht sich eine goldgelbe Zone, die im richtigen Licht warm aufleuchtet. Die Schwanzflosse zeigt einen rötlichen Ton, die Flossen sind weitgehend transparent mit leicht gelblicher Basis. Weibchen sind etwas fülliger und größer als die schlanken Männchen; beide Geschlechter unterscheiden sich in der Färbung kaum. Die Endgröße liegt bei ca. 3,5–4 cm.
Das ideale Aquarium für den Loretosalmler orientiert sich an seinem natürlichen Schwarzwasser-Habitat: dunkler Sand oder Soil als Bodengrund, eine Abdeckung aus trockenem Herbstlaub oder Torf, dichte Rand- und Seitenbepflanzung mit viel freiem Schwimmraum in der Mitte und einige Schwimmpflanzen zur sanften Lichtdämpfung. Wurzeln und Äste vervollständigen das Biotop und lassen den goldgelben Längsstreifen der Tiere besonders schön zur Geltung kommen. Bezüglich der Wasserwerte ist der Loretosalmler angenehm tolerant: pH 5,5–7,0, GH 2–15° dGH und Temperaturen von 22–26 °C werden gut akzeptiert; besonders wohl fühlt er sich bei leicht saurem, über Torf gefiltertem oder mit Schwarzwasserextrakt aufbereitetem Wasser. Das Becken sollte ab 54 Litern mit einer Mindestlänge von 60–80 cm gewählt werden. Wöchentliche Wasserwechsel von 30 % sind Pflicht.
Der Loretosalmler ist ein ausgeprägter Kleinfleischfresser, der in der Natur von Kleinstkrebsen, Insektenlarven und Zooplankton lebt. Im Aquarium nimmt er feines Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops und Daphnien sehr gerne an; Frostfutter in kleinen Sorten wie schwarze Mückenlarven, Artemia oder Cyclops sind eine hervorragende Ergänzung. Hochwertiges, feines Zierfischgranulat wird ebenfalls akzeptiert, sollte aber nicht das einzige Futter sein. Gefüttert wird zwei- bis dreimal täglich in kleinen Portionen — nur so viel, wie in fünf Minuten restlos aufgenommen wird.
Loretosalmler sind lebhafte, niemals rastende Schwarmfische, die sich in der Gruppe am wohlsten fühlen und nur dort ihr volles Verhalten zeigen. Mindestens 10 Tiere sollten es sein — mehr ist immer besser. Im Gesellschaftsaquarium vertragen sie sich mit allen gleich großen, friedlichen Arten problemlos; besonders harmonisch wirken sie mit anderen kleinen Salmlern, Panzerwelsen als Bodenbewohner oder ruhigen Zwergbuntbarschen. Als Freilaicher ohne Brutpflege ist die Nachzucht im Aquarium grundsätzlich möglich, gilt jedoch als schwierig — die Eier sind sehr lichtempfindlich und die Jungfische in den ersten Wochen instabil. Wer es versuchen möchte, benötigt ein abgedunkeltes Aufzuchtbecken mit sehr weichem, leicht saurem Wasser.
Unsere Futterempfehlung: Das NatureHolic Hauptfeed ist ein professionelles Hauptfutter für alle Aquarienfische. Hauptfeed liefern wir in Form eines Softgranulates, das dank seiner Korngröße von einem halben Millimeter von kleinen bis mittelgroßen Fischen gut aufgenommen werden kann. Die weiche Konsistenz ähnelt der Beschaffenheit von Insektenlarven in der Natur und schützt das Fischmaul vor Mikroverletzungen.
Unsere Pflanzen-Empfehlung: Verwenden Sie für die Bepflanzung NatureHolic InVitros. Diese sind frei von Schnecken, Planarien und sonstigen unerwünschten Mitbewohnern. Ebenso frei von Algensporen, Bakterien und Pilzen.
Expertentipp: Wir empfehlen bei der Fischhaltung das NatureHolic 3 Phasen Liquid. Das Pflegeset bietet den besten Rundumschutz für Ihre Tiere. Es gewährleistet optimale Bedingungen für die erfolgreiche Zucht und Haltung.





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