Description
Der Lapis Tetra (Hyphessobrycon cyanotaenia) wurde 2002 erstmals aus Brasilien importiert und 2006 von Zarske und Géry wissenschaftlich beschrieben — sein Handelsname ist dabei Programm: Das tiefe, lapislazuliblaue Blau seiner Flossen und der Rückenbinde erinnert an den gleichnamigen Halbedelstein und macht ihn zu einem der farblich stimmigsten Kleinsalmler im Handel. Das Artmerkmal ist eine massive schwarze Längsbinde, die sich vom Hinterrand des Auges bis zum Hinterrand der Schwanzflosse zieht, oberhalb begleitet von einer leuchtend blauen Binde über den Rücken. Die Männchen sind schlanker, farbenprächtiger und tragen eine auffällig hellblaue Fettflosse — bei den Weibchen ist diese rot gefärbt, was eine zuverlässige Geschlechtsbestimmung erlaubt. Im Schwarm entfaltet der Lapis Tetra seine volle Wirkung: Die synchronen Bewegungen der Gruppe lassen das Blau der Flossen und Streifen in wechselndem Licht aufleuchten — ein Effekt, der auf dunklem Bodengrund besonders dramatisch wirkt. Teichzeit
In der Natur lebt der Lapis Tetra in den klaren, pflanzenreichen Nebenflüssen des oberen Rio Tapajós und Rio Guaporé im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso — langsam fließende, mit Huminstoffen leicht getönte Gewässer unter dichtem Blätterdach mit feinem Sanduntergrund und Laubablagerungen. Das Aquarium sollte diese Bedingungen möglichst naturgetreu nachbilden: dicht bepflanzte Randzonen mit offenen Schwimmbereichen in der Mitte, gedämpftes Licht, dunkler Bodengrund. Ab 100 Litern und 80 cm Kantenlänge hat der Schwarm ausreichend Raum für gemeinsame Schwimmbewegungen. Weiches bis mittelhartes Wasser mit pH 5,5–7,0 und Temperaturen von 23–28 °C sind ideal — eine gute Filterung und regelmäßige Wasserwechsel sorgen für vitale, farbintensive Tiere.
Als Allesfresser ist der Lapis Tetra in der Fütterung unkompliziert: Feines Flocken- und Granulatfutter bildet die Basis, ergänzt durch kleines Frost- und Lebendfutter wie Artemia-Nauplien, Cyclops oder fein zerkleinerte Mückenlarven. Wegen seines kleinen Mauls sollten Flocken leicht zerdrückt und Frostfutter fein zerkleinert werden. Er frisst alles, was durch Bewegung den Fresstrieb anregt und ins Maul passt — auch Laich anderer Arten wird nicht verschmäht, was bei der Vergesellschaftung mit laichenden Arten zu bedenken ist.
Die Männchen sind fast immer in Bewegung, sehr gefräßig, friedlich gegenüber anderen Arten — untereinander jedoch ständig mit Territorialkämpfen beschäftigt. Eine gute Beckenstrukturierung mit Pflanzen, Wurzeln und Rückzugsmöglichkeiten reduziert diese Auseinandersetzungen. Als Schwarmfisch sollte der Lapis Tetra in einer Gruppe von mindestens 10 Tieren gehalten werden — erst dann zeigt er sein natürliches Verhalten und die Farben kommen vollständig zur Geltung. Die Zucht ist möglich: Frühmorgens verführt das Männchen das Weibchen zur Eiablage, die Eier werden anschließend befruchtet — Elterntiere sollten danach abgetrennt werden. Junggarnelen können gelegentlich gefressen werden, ausgewachsene Zwerggarnelen sind in der Regel unproblematisch.
Unsere Futterempfehlung: Das NatureHolic Hauptfeed ist ein professionelles Hauptfutter für alle Aquarienfische. Hauptfeed liefern wir in Form eines Softgranulates, das dank seiner Korngröße von einem halben Millimeter von kleinen bis mittelgroßen Fischen gut aufgenommen werden kann. Die weiche Konsistenz ähnelt der Beschaffenheit von Insektenlarven in der Natur und schützt das Fischmaul vor Mikroverletzungen.
Unsere Pflanzen-Empfehlung: Verwenden Sie für die Bepflanzung NatureHolic InVitros. Diese sind frei von Schnecken, Planarien und sonstigen unerwünschten Mitbewohnern. Ebenso frei von Algensporen, Bakterien und Pilzen.
Expertentipp: Wir empfehlen bei der Fischhaltung das NatureHolic 3 Phasen Liquid. Das Pflegeset bietet den besten Rundumschutz für Ihre Tiere. Es gewährleistet optimale Bedingungen für die erfolgreiche Zucht und Haltung.





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