Description
Dieser neue Cherax sp. „Peacock“ aus Papua / Indonesien ist wohl einer der bisher schönsten Flusskrebse. Er könnte einer neuen, noch unbeschriebenen Art angehören. Die Heimat des Peacock Flusskrebses liegt auf der Insel Papua / Indonesien, wo man den Peacock Flusskrebs in Fließgewässern und auch in stehenden Abschnitten finden kann.
Die schwarzblauen Scheren des papuanischen Flusskrebses haben eine hell beige Unterseite und orangene bis flammend rote Akzente. Auch die Scherenbeine sind leuchtend rot und schwarzblau gefärbt. Die Beine sind beige mit orangenen Gelenken und bläulichen Akzenten. Der Carapax dieses wunderschönen Cherax ist beige mit schwarzen bis dunkel blauschwarzen Mustern und vielzähligen hellen Punkten, die wie ein kleiner Sternenhimmel wirken. Die Segmente des Hinterleibs sind beim Cherax sp. Peacock schwarzblau mit einem breiten beigen Saum und runden schwarzblau beigen Augenflecken.
Adulte Männchen des Cherax sp. „Peacock“ kannst du an ihren hellen Scherenblasen einfach erkennen. Zudem haben die männlichen Cherax ihre Geschlechtsöffnungen am Grund des fünften Schreitbeinpaares, während bei den weiblichen Cherax die Gonoporen am Ansatz des dritten Schreitbeinpaar liegen. Cherax sp. „Peacock“ erreicht ohne Scheren gemessen eine Länge von etwa 12-15 cm und kann ungefähr 5-8 Jahre alt werden.
Der Peacock Flusskrebs ist ein friedlicher Geselle und kann daher auch paarweise im Aquarium gehalten werden. Für ein Paar Cherax sp. Peacock sollte das Aquarium ab 100 cm Kantenlänge haben, für mehrere Paare entsprechend mehr – ab 120-150 cm Kantenlänge. Das Becken muss mit Wurzeln, Steinen und Höhlen ordentlich strukturiert werden – mit mindestens einem Versteck mehr als die Anzahl der Flusskrebse im Aquarium. Achte darauf, dass die Aquarium Dekoration nicht untergraben werden kann. Stelle vor allem schwere Wurzeln und Steine auf ein Stück Styropor direkt auf den Aquarium Boden, nicht aufs Substrat. Ansonsten könnte die Aquarium Dekoration kippen oder den buddelnden Cherax sp. Peacock gar zerquetschen.
Wie bei allen Cherax ist es charakterabhängig, ob der Peacock Flusskrebs aus Papua an die Aquarium Pflanzen geht. Etwas beeinflussen kannst du das auch, indem du darauf achtest, dass seine Ernährung genügend pflanzliche Kost enthält. Das Krebsaquarium solltest du immer mit eher robusten, harten Pflanzen wie Anubias oder Javafarn bepflanzen. Auch Cryptocoryne eignet sich gut. Das schnell wachsende Hornkraut ist ebenfalls geeignet. Schwimmpflanzen sind ebenfalls super als Nährstoffzehrer.
Achte darauf, dass dein Aquarium Deckel lückenlos schließt und dichte gegebenenfalls Lücken ab, weil Cherax Krebse gerne auf Wanderschaft außerhalb des Aquariums gehen.
Cherax Peacock braucht im Aquarium Wasser einen pH Wert zwischen 6,5 und 7,5, eine Gesamthärte bis 20 Grad dGH und eine Karbonathärte bis 10 Grad dKH. Der Pfauen Flusskrebs bevorzugt Wassertemperaturen von etwa 20 bis 24 °C und braucht möglichst unbelastetes, sauberes und sauerstoffreiches Wasser. Ein guter, groß dimensionierter Filter und vor allem im Sommer eine zusätzliche Sauerstoffversorgung sind ratsam.
Männchen und Weibchen von Cherax sp. Peacock können sich mit etwas Glück mehrmals pro Jahr paaren. Das Weibchen heftet die ca. 20-40 befruchteten Eier mit einem klebrigen Faden an den Schwimmbeinen unter seinem Hinterleib fest. Bis zum Schlupf dauert es ungefähr drei bis vier Wochen. Auch wenn die Krebsbabys geschlüpft sind, bleiben sie noch einige Tage unter dem Hinterleib ihrer Mutter an den Schwimmbeinen sitzen und gehen erst nach und nach auf Entdeckungstour, bis sie vollständig selbstständig unterwegs sind. Im Aufzuchtbecken für die jungen Cherax sp. „Peacock“ braucht es viele Verstecke, weil die Kleinen recht kannibalisch sind. Schichten von braunem Herbstlaub, Tonröhren in passendem Durchmesser, Lochziegel und ähnliche Verstecke haben sich bewährt.
In der Natur ernähren sich adulte Cherax sp. „Peacock“ praktisch nur pflanzlich: Algen, Detritus und abgefallenes Laub von den Bäumen am Ufer gehören laut Untersuchungen zu ihrer Hauptnahrung. Cherax sp. Peacock beschränken sich nicht auf Wasserpflanzen, sondern futtern auch Pflanzen vom Gewässerrand und Pflanzenteile, die im Wasser landen. Die Weibchen haben einen etwas erhöhten Eiweißbedarf, den sie mit Würmern, Schnecken und Insektenlarven decken. Juvenile Cherax aus Papua hingegen brauchen einen höheren tierischen Anteil in ihrer Kost, weil sie noch wachsen. Insektenlarven und Bachflohkrebse, Schnecken und Würmer sind ein fester Bestandteil ihrer Nahrung. Mit unseren NatureHolic Futtersorten Cheraxfeed Adult und Cheraxfeed Junior sind deine schicken Cherax sp. Peacock gut versorgt.
Im Aquarium sind Cherax sp. Peacock wie alle Flusskrebse aus Papua einfach zu füttern: Die Krebse lieben Laub und Grünfutter wie Löwenzahn, Brennnessel oder Spinat und natürlich spezielles Krebsfutter für Cherax. Junge Cherax sp. Peacock decken ihren Eiweißbedarf mit Lebendfutter oder Frostfutter. Bitte pass auf, dass insbesondere adulte, geschlechtsreife Cherax sp. Peacock überwiegend pflanzliche Nahrung bekommen. Damit kannst du Häutungsproblemen vermeiden! Die dämmerungsaktiven und nachtaktiven Cherax sp. Peacock sind vor allem zu Anfang im Aquarium nicht häufig zu sehen. Du kannst sie aber an feste Fütterungzeiten gewöhnen. Mit der Zeit werden die Krebse weniger scheu.
Cherax sp. „Peacock“ kannst du in einem Gesellschaftsaquarium mit passendem Beibesatz halten. Achte darauf, dass die Fische in deinem Krebsaquarium auf keinen Fall lange Flossen haben, ansonsten können die Krebse sie packen. Auch sollten die Fische nicht am Boden leben oder schlafen. Zwerggarnelen haben in der Regel von adulten Cherax sp. Peacock Flusskrebsen nichts zu befürchten, Schnecken allerdings sind Teil der natürlichen Nahrung von Krebsen und werden supergern geknackt und gefuttert. Vor allem die Schneckenhäuser werden gerne geknackt, weil sie den Krebsen helfen, ihren Kalziumbedarf zu decken.
Achte darauf, auf jeden Fall jeglichen Kontakt der Cherax sp. Peacock mit Flusskrebsen und Zwergkrebsen aus Amerika zu meiden – auch nicht mit Wasser aus ihren Aquarien oder Aquarienpflanzen: Diese Arten können die Krebspest übertragen, und das kleinste Tröpfchen Wasser kann die Erreger übertragen, die für Cherax sp. „Peacock“ tödlich sind.





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