Description
Quasi wohlbekannt im ganzen europäischen Land ist der Flussbarsch mit seiner auffälligen Färbung, der wissenschaftlich auch als Perca fluviatilis (LINNAEUS, 1758) bezeichnet wird. Je nach Vorkommen genießt er aber auch weitere Namen wie beispielsweise Egli in der Schweiz, Kretzer am Bodensee usw. Vom Schweizer Fischerei Verband wurde er 2019 zum „Fisch des Jahres“ gewählt- vermutlich, da er auch unter Anglern ein sehr beliebter Zielfisch ist.
In seinem Habitat besiedelt er vor allem eher langsam fließenden Gewässer wie Bäche und Flüssen auf. Vor allem saubere und unverschlammte krautige oder steinige Stellen haben es ihm dabei besonders angetan. Allgemein ist er ein sehr robuster Kerl, der sich in freier Wildbahn auch gegen andere Arten durchsetzen kann. Er ist so anpassungsfähig, dass er stellenweise sogar in der Ostsee, die Brackwasser führt, auftaucht. Sein Teich oder sein Aquarium sollten daher ebenfalls über eine gute Wasserhygiene verfügen.
Sein äußeres Erscheinungsbild ist barschtypisch: der Hochrücken mit flachen Seiten und einer graugrünen Grundfarbe, auf der sich fünf bis acht breite Binden befinden. Spitze Hartstrahlen zieren seine Rückenflosse, die er bei Bedarf ein- und ausklappen kann. Diese wird von großen dunklen Tupfen geziert. Brust- und Bauchflossen, sowie die Afterflosse und auch der untere Schwanzflossenteil sind rötlich gefärbt, vor allem mit zunehmendem Alter und je nach Laichstimmung nimmt die Farbe zu.
Das Aquarium für Flussbarsche sollte mindestens 500 Liter umfassen und mit einem feinen Sand ausgestattet sein, denn sie können durchaus 10-15 Jahre alt werden. Im Aquarium, beziehungsweise im Teich werden sie voraussichtlich nicht größer als 45 cm. Die äußere Geschlechtsunterscheidung ist schwierig, vor allem die Weibchen wirken runder und plumper mit dickeren Bäuchen, Männchen werden etwas farbenfroher. Zwischen März und Juni startet ihre Laichsaison. Eine vorhergehende Frostperiode, die zwischen 4-10 Grad lag, dient der Bildung von Eiern und Spermien. Im Teich verbringen sie die Winterruhe am Teichboden, deswegen sollte dieser auch mindestens 80 Zentimeter und tiefer sein. In Schnüren werden die Eier an Wasserpflanzen abgelegt und sich selbst überlassen. Die Larven lassen sich später ins Freiwasser treiben und ernähren sich von Phytoplankton, aber auch von ihren eigenen Geschwistern. Daher ist von einer Überpopulation eher nicht auszugehen.
Flussbarsche sind Fleischfresser, die sich im Teich vorwiegend von Insekten, Wirbellose und anderen Kleinstkrebsen ernähren. Eine Vergesellschaftung mit Garnelen, Schnecken und Krebsen ist daher besser nicht empfohlen. Auch mit Koi oder Goldfischen sollten sie wegen ihrer unterschiedlichen Empfindlichkeiten und aufgrund ihrer Stacheln besser nicht gepflegt werden. Sie fressen auch den laich und die Jungen anderer Fische und können sowohl mit einem Futter für Teichfische, aber auch mit Frost- und Lebendfutter prima ernährt werden.





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