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Banderolenkärpfling DNZ – Xenotoca eiseni

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Description

Der Banderolenkärpfling (Xenotoca eiseni) gehört zur Familie der Hochlandkärpflinge (Goodeidae) und unterscheidet sich damit grundlegend von den bekannteren Lebendgebärenden wie Guppys oder Platys: Anstelle eines Gonopodiums besitzen die Männchen ein Andropodium als Begattungsorgan, und die Jungfische werden während der Tragzeit über sogenannte Trophotaenien — fadenähnliche Nährstrukturen am Bauch, vergleichbar mit der Nabelschnur bei Säugetieren — direkt im Mutterleib ernährt. Das Ergebnis sind bei der Geburt bereits vergleichsweise große, vollständig entwickelte und sofort selbstständige Jungtiere. Auf dem Produktfoto ist die typische Männchenfärbung eindrucksvoll zu sehen: ein olivgrau-silbriger Körper mit metallisch blauem Schimmer am Rücken, eine markante dunkle, fast schwarze Querbinde hinter dem Kopf, und der namensgebende leuchtend orangerot bis lachsfarbene Bereich an der Schwanzwurzel, der sich kontrastreich von der übrigen Körperfärbung abhebt. Diese intensive orange Färbung ist direkt von der Futterqualität abhängig — vor allem von Carotinoiden, wie sie in Spirulina oder speziellem Farbfutter enthalten sind. Weibchen sind deutlich unauffälliger olivgrau gefärbt und bleiben schlanker.

Der Banderolenkärpfling stammt aus dem westlichen Hochland Mexikos, insbesondere aus dem Rio-Lerma-System und dem Gebiet rund um den Lago de Pátzcuaro, wo er klare bis leicht eingetrübte Seen, langsam fließende Zuflüsse und pflanzenreiche Uferzonen besiedelt. Diese Gewässer sind mineralstoffreich und meist leicht alkalisch. Im Aquarium sollte er entsprechend mit mittelhartem bis hartem, leicht alkalischem Wasser gehalten werden — pH 6,8–8,0, Gesamthärte 8–20° dGH, Temperatur 22–26 °C. Das Becken sollte ab 150 Litern und mindestens 100 cm Kantenlänge dimensioniert sein, mit dichter Randbepflanzung aus robusten Pflanzen wie Vallisneria, Cryptocorynen, Echinodorus oder Anubias sowie ausreichend freiem Schwimmraum im Vorderbereich. Sichtbarrieren durch Wurzeln und Pflanzendickichte helfen, innerartliche Spannungen zwischen den Männchen zu entschärfen. Eine leichte Strömung und sauerstoffreiches, frisches Wasser werden geschätzt — wöchentliche, großzügige Wasserwechsel sind empfehlenswert.

Als Allesfresser mit deutlicher Neigung zu pflanzlicher Kost nimmt der Banderolenkärpfling im Aquarium hochwertiges Flocken- und Granulatfutter ebenso an wie Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Daphnien, Cyclops oder Mückenlarven. Pflanzliche Ergänzungen wie Spirulina-Flocken, überbrühte Erbsen, Zucchini oder Gurkenscheiben sollten etwa 30–40 % der Gesamtration ausmachen, um Verdauungsproblemen vorzubeugen und die charakteristische Farbintensität zu fördern. Wichtig: Goodeidae sind kupferempfindlich — kupferhaltige Medikamente und Algenmittel sollten unbedingt vermieden werden, da sie oxidativen Stress und Organschäden verursachen können.

Der Banderolenkärpfling ist ein ausgesprochen lebhafter, sozial aktiver Fisch, der in der Gruppe sein volles Verhalten entfaltet. Eine Gruppe von mindestens 6–8 Tieren mit Weibchenüberschuss verteilt innerartliche Spannungen am besten. Aufgrund seines aktiven, neugierigen Fressverhaltens ist er für die dauerhafte Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen nicht geeignet — kleinere Garnelen werden regelmäßig als Beute betrachtet. Robuste, ähnlich temperamentvolle Fischarten eignen sich als Beifische deutlich besser als sehr ruhige oder langflossige Arten. Die Zucht ist im Aquarium gut möglich: Nach einer Tragzeit von 40–60 Tagen bringt das Weibchen 10–50 bereits weit entwickelte Jungfische zur Welt, die sofort mit demselben Futter wie die Elterntiere gefüttert werden können. Eine zwei- bis dreimonatige saisonale Winterkühlung auf 15–18 °C fördert nachweislich Vitalität, Fruchtbarkeit und Lebenserwartung der Tiere.

Unsere Futterempfehlung: Das wohlriechende NatureHolic Guppyfeed  wurde für die Ansprüche von Guppys und andere lebendgebärende Fische im Aquarium maßgeschneidert. Es enthält neben hochwertigen tierischen Grundstoffen auch pflanzliche Anteile, die den Guppys & Co. zugute kommen. Die weichen Granulatkörnchen schützen das empfindliche Maul der lebendgebärende vor Verletzungen durch harte Futterkörner und liefern den Fischen ein natürliches Fresserlebnis.

Unsere Pflanzen-Empfehlung: Verwenden Sie für die Bepflanzung NatureHolic InVitros. Diese sind frei von Schnecken, Planarien und sonstigen unerwünschten Mitbewohnern. Ebenso frei von Algensporen, Bakterien und Pilzen.

Expertentipp: Wir empfehlen bei der Fischhaltung das NatureHolic 3 Phasen Liquid. Das Pflegeset bietet den besten Rundumschutz für Ihre Tiere. Es gewährleistet optimale Bedingungen für die erfolgreiche Zucht und Haltung.

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