Description
Anubias heterophylla ‚Green Apple‘ ist eine der farbenfreudigsten und auffälligsten Anubias-Pflanzen, die man im Aquarium oder Paludarium kultivieren kann. Was diese Pflanze sofort von nahezu allen anderen Anubias-Arten und Kultivaren unterscheidet, ist ihre außergewöhnlich helle, kräftige Grünfärbung. Während die überwiegende Mehrheit der Anubias-Arten durch tief dunkelgrüne, fast schwärzlich wirkende Blätter charakterisiert ist, leuchten die Blätter von ‚Green Apple‘ in einem frischen, sattgrünen Hellgrün, das an frisch gepflückte Äpfel erinnert und dem Kultivar seinen treffenden Namen gegeben hat. Im Aquarium erzeugt diese Helligkeit eine sofortige visuelle Wirkung: Die Pflanze strahlt Frische und Lebendigkeit aus und setzt im Becken einen leuchtenden Gegenpol zu dunkleren Pflanzen, dunklem Substrat oder massivem Hardscape.
Anubias heterophylla gehört zur Familie der Araceae (Aronstabgewächse) und wurde erstmals 1879 von Adolf Engler wissenschaftlich beschrieben. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über West- und Zentralafrika, von Kamerun und Äquatorialguinea über Gabun und die Republik Kongo bis in die Demokratische Republik Kongo und nach Angola. In ihrer Heimat wächst sie in den schattigen Uferbereichen von Flüssen und Bachläufen, sowohl submers als auch emers, fest verankert an Steinen, Wurzeln und Felsen in tropischen Tieflandregenwäldern. Anubias heterophylla gehört gemeinsam mit Anubias gigantea zu den größten Arten der gesamten Gattung. Einzelne Blätter können in der Natur bis zu 38 Zentimeter lang und 13 Zentimeter breit werden, die langen, kräftigen Blattstiele übertreffen dabei häufig die Blattspreite an Länge.
Die Blätter von ‚Green Apple‘ sind elliptisch bis lanzettlich, mit einer deutlich ausgeprägten Blattspitze und einer kräftigen, hell abgesetzten Mittelrippe. Die Blattform ist dabei variabler als bei den meisten anderen Anubias-Arten, was durch den Artnamen ‚heterophylla‘ direkt beschrieben wird. ‚Heterophylla‘ bedeutet auf Griechisch ‚verschiedenblättrig‘ und verweist auf die natürliche Variabilität der Blattform innerhalb dieser Art, von schmal-elliptisch bis hin zu breit-lanzettlich. Das Blattgewebe ist kräftig, lederartig und von einer Qualität, die Anubias-Pflanzen generell auszeichnet. Die besondere Helligkeit des Grüns bei ‚Green Apple‘ bleibt dabei über den gesamten Lebenszyklus eines Blattes erhalten und vertieft sich nicht wie bei anderen Anubias-Arten mit zunehmendem Alter ins Dunkelgrüne.
Das botanische Herzstück der Pflanze ist ihr Rhizom: ein waagerecht wachsender, fleischiger Sprossachsenabschnitt, aus dem nach oben die Blätter und nach unten die Wurzeln austreiben. Der Rhizom darf unter keinen Umständen eingegraben werden. Er muss stets frei liegen und Kontakt mit Wasser oder feuchter Luft haben. Eingegrabene Rhizome faulen unweigerlich ab. Anubias heterophylla ‚Green Apple‘ wird daher ausschließlich auf Hartscapematerialien wie Aquarienwurzeln, Treibholz, Lavastein oder anderen porösen Steinen befestigt. Die Wurzeln umschließen das Material im Laufe der Zeit von selbst und verankern die Pflanze dauerhaft.
Im Aquarium (submers) gedeiht ‚Green Apple‘ hervorragend bei gedämpftem bis mäßigem Licht. Zu intensive Beleuchtung ist kontraproduktiv: Da Anubias langsam wächst, können überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser nicht schnell genug verwertet werden, was Algenbefall auf den Blättern begünstigt. Die Art toleriert ein breites Spektrum an Wasserwerten. Empfohlen werden eine Temperatur von 22 bis 28 °C, ein pH-Wert von 6,0 bis 8,0 sowie eine Wasserhärte von 2 bis 20 °dGH. CO₂-Düngung ist nicht zwingend erforderlich, kann das ohnehin langsame Wachstum jedoch moderat fördern. Für die Düngung empfiehlt sich der NatureHolic NPK Complete, der sparsam und regelmäßig eingesetzt wird.
Im Paludarium und Feuchtterrarium (emers) entfaltet ‚Green Apple‘ ihr volles Potenzial. Emers gehaltene Exemplare wachsen deutlich schneller als submerse und entwickeln häufig noch größere, kräftigere Blätter. Das leuchtende Hellgrün kommt emers unter indirektem Licht besonders eindrucksvoll zur Geltung. Zudem blühen Anubias emers erheblich bereitwilliger. Entscheidend ist eine hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 %, die den natürlichen Lebensraum an tropischen Bachufern imitiert.
Für die Befestigung stehen bewährte Methoden zur Verfügung. Das Binden mit dünner Angelschnur oder Nylonfaden ist die klassischste Variante: Der Rhizom wird locker, aber sicher am Zielobjekt fixiert. Nach vier bis acht Wochen hat die Pflanze genug Haftwurzeln gebildet, um das Material selbstständig zu umschließen. Alternativ eignet sich Cyanoacrylat-Gel, das nach dem Aushärten vollständig wassersicher und für Fische, Garnelen und Pflanzen unbedenklich ist. Für größere Exemplare bieten sich transparente Kabelbinder an: schnell angebracht, dauerhaft stabil und im Becken nahezu unsichtbar.
Leuchtendes Hellgrün, lanzettliche Großblätter, unverwechselbarer Frische-Effekt im Becken. Anubias heterophylla ‚Green Apple‘ ist die Anubias für alle, die das satte, lebendige Grün lieben, das die meisten anderen Anubias-Arten schlicht nicht bieten können.
Unser Tipp: Der häufigste Fehler bei der Anubias-Haltung ist das Eingraben des Rhizoms in den Bodengrund, was unweigerlich zu Fäulnis führt. Beim Kleben mit Cyanoacrylat sollte der Kleber ausschließlich punktuell und unterhalb der Blattansätze eingesetzt werden, da überdeckte Rhizombereiche im Wachstum gehemmt werden. Submers gilt: lieber weniger Licht als zu viel. Bei bestehendem Algenbefall auf den Blättern betroffene Blätter konsequent entfernen und die Beleuchtungsdauer reduzieren. Emers ist auf direkte Luftzüge zu achten, die die Luftfeuchtigkeit absenken und zu eingetrockneten Blatträndern führen können.
Unsere Empfehlung: Für ein prachtvolles Pflanzenwachstum empfehlen wir die Verwendung der NatureHolic Düngeserie und bei der Neueinrichtung den Premium Nährboden NatureHolic GroundBooster.
Expertentipp: Mit dem NatureHolic Pflanzenkleber kleben Sie diese Pflanze schonend und unkompliziert auf Steinen, Wurzeln und Dekoration fest. Made in Germany, der Kleber belastet nicht das Wasser und hat keinen negativen Einfluss auf den Besatz.





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