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Anubias barteri var nana Petit – XL Topf – ca. 7x10cm – NatureHolic Blue Label

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Description

Anubias barteri var. nana ‚Petite‘ ist einer der kleinsten und feingliedrigsten Kultivare innerhalb der Anubias-Gattung und eine Pflanze, die in der Aquascaping-Szene und besonders in der Nanoaquaristik einen festen, unverzichtbaren Platz eingenommen hat. Was diesen Kultivar so besonders macht, ist eine Eigenschaft, die im Aquascaping Gold wert ist: außergewöhnlich kleine, kompakte Blätter, die deutlich kleiner bleiben als die der Stammform Anubias barteri var. nana. Während die Stammform Blätter von bis zu 6 Zentimetern Länge entwickelt, bleiben die Blätter von ‚Petite‘ erheblich kleiner und wachsen zu zierlichen, herzförmigen Miniaturblättern heran, die dem Hardscape eine feine, detailreiche Textur verleihen, wie sie kaum ein anderer Anubias-Kultivar erreicht. Auf einem Ast, einem Stein oder einer Wurzel befestigt, sieht ‚Petite‘ nicht wie eine Aquarienpflanze aus. Sie sieht aus wie ein winziger, perfekt proportionierter Laubbaum im Miniaturformat. Genau diese Eigenschaft macht sie zur ersten Wahl für Nanoaquarien, für detailreiche Aquascapes und für alle, die feinste botanische Strukturen auf kleinstem Raum inszenieren möchten.

Die botanische Herkunft von Anubias barteri var. nana ‚Petite‘ ist, wie bei vielen Aquariumkultivaren, nicht vollständig geklärt. Laut Angaben von Dennerle aus dem Jahr 1997 soll die Pflanze aus Kamerun stammen. Christel Kasselmann hingegen vermerkt in ihrer umfassenden Aquarienpflanzenbibliographie von 2010, dass dieser Kultivar auf einer Mutation in der Pflanzengärtnerei Oriental Aquaria in Singapur entstanden sei. Die Frage nach der genauen Herkunft ist bis heute nicht abschließend geklärt. Im Handel wird ‚Petite‘ gelegentlich unter dem Synonym ‚Bonsai‘ geführt. Botanisch gesehen handelt es sich dabei jedoch um zwei leicht unterschiedliche Formen: Unter identischen Kultivierungsbedingungen entwickelt ‚Petite‘ etwas größere Blätter als ‚Bonsai‘, während ‚Bonsai‘ kaum von der noch kleineren Form ‚Mini Mini‘ zu unterscheiden ist.

Die Blätter von ‚Petite‘ sind herzförmig bis eiförmig, mit einer feinen, deutlich ausgeprägten Blattspitze und der charakteristisch tief eingebuchteten Blattbasis, die alle Vertreter des nana-Komplexes teilen. Die Blattspreite ist tiefglänzend dunkelgrün, lederartig fest und von einer Robustheit, die man bei einer so zierlichen Pflanze kaum erwartet. Einzelne Blätter können problemlos mehrere Jahre auf der Pflanze verbleiben. Diese Langlebigkeit der Blätter, kombiniert mit dem extrem langsamen Wachstum, macht ‚Petite‘ bei zu intensiver Beleuchtung anfälliger für Algenbefall auf den Blattoberflächen als schnell wachsende Pflanzen. Der Rhizom ist dünn, kriechend und fein verzweigt und wächst mit der Zeit zu einem dichten, ausladenden Geflecht heran, das Hardscapematerialien auf eine besonders natürliche, organische Weise überwächst.

Das botanische Herzstück der Pflanze ist dieser Rhizom: ein waagerecht wachsender, fleischiger Sprossachsenabschnitt, aus dem nach oben die Blätter und nach unten die Wurzeln austreiben. Der Rhizom darf unter keinen Umständen eingegraben werden. Er muss stets frei liegen und Kontakt mit Wasser oder feuchter Luft haben. Eingegrabene Rhizome faulen unweigerlich ab. ‚Petite‘ wird daher ausschließlich auf Hardscapematerialien wie Aquarienwurzeln, Treibholz, Lavastein oder anderen porösen Steinen befestigt. Besonders reizvoll ist dabei das langsame, organische Überwachsen von Ästen und Steinen, das mit der Zeit ein Erscheinungsbild erzeugt, das an einen bemoosten Waldboden oder einen alten, belaubten Baum im Kleinformat erinnert.

Im Aquarium (submers) ist ‚Petite‘ eine der lichtschwächsten Wasserpflanzen überhaupt. Sie gedeiht problemlos bei sehr schwachem Licht und toleriert gleichzeitig auch stärkere Beleuchtung, solange sie im Schatten schnell wachsender Pflanzen oder unter direkter Abschattung platziert wird. Die Pflanze toleriert ein breites Spektrum an Wasserwerten. Empfohlen werden eine Temperatur von 20 bis 28 °C, ein pH-Wert von 6,0 bis 8,0 sowie eine Wasserhärte von 2 bis 20 °dGH. CO₂-Düngung ist nicht zwingend erforderlich, kann das ohnehin sehr langsame Wachstum jedoch moderat fördern. Für die Düngung empfiehlt sich der NatureHolic NPK Complete, der sparsam und regelmäßig eingesetzt wird.

Im Paludarium und Feuchtterrarium (emers) entfaltet ‚Petite‘ eine ganz besondere Wirkung. Die winzigen, glänzenden Blätter kommen emers unter indirektem Licht besonders eindrucksvoll zur Geltung und verleihen einer Korkrückwand, einem Tuffstein oder einem Stück Treibholz eine lebendige, fein strukturierte Begrünung, die kaum eine andere Pflanze in dieser Detaildichte erreicht. Entscheidend ist eine hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 %.

Für die Befestigung eignen sich alle bewährten Methoden. Das Binden mit dünner Angelschnur oder Nylonfaden ist die klassischste Variante. Nach vier bis acht Wochen hat die Pflanze genug Haftwurzeln gebildet, um das Material selbstständig zu umschließen. Cyanoacrylat-Gel ist besonders für die feinen Rhizome von ‚Petite‘ geeignet: Ein kleiner Tropfen, zehn Sekunden andrücken und die Verbindung hält dauerhaft. Im Paludarium lässt sich ‚Petite‘ elegant in Javamoos oder Sphagnummoos einweben, durch das der Rhizom binnen weniger Wochen vollständig durchwächst.

Miniaturblätter, organisches Überwachsen, erste Wahl für Nanoaquaristik und Detailaquascaping. Anubias barteri var. nana ‚Petite‘ ist die Wahl für alle, die nicht nur eine Pflanze im Becken haben möchten, sondern eine Stimmung. Die Stimmung eines alten, bemoosten Waldes im Miniaturformat.

Unser Tipp: Der häufigste Fehler bei der Anubias-Haltung ist das Eingraben des Rhizoms in den Bodengrund, was unweigerlich zu Fäulnis führt. Beim Kleben mit Cyanoacrylat sollte der Kleber ausschließlich punktuell und unterhalb der Blattansätze eingesetzt werden, da überdeckte Rhizombereiche im Wachstum gehemmt werden. Submers gilt: lieber weniger Licht als zu viel. Bei bestehendem Algenbefall auf den Blättern betroffene Blätter konsequent entfernen und die Beleuchtungsdauer reduzieren. Emers ist auf direkte Luftzüge zu achten, die die Luftfeuchtigkeit absenken und zu eingetrockneten Blatträndern führen können.

Unsere Empfehlung: Für ein prachtvolles Pflanzenwachstum empfehlen wir die Verwendung der NatureHolic Düngeserie und bei der Neueinrichtung den Premium Nährboden NatureHolic GroundBooster.

Expertentipp: Mit dem NatureHolic Pflanzenkleber kleben Sie diese Pflanze schonend und unkompliziert auf Steinen, Wurzeln und Dekoration fest. Made in Germany, der Kleber belastet nicht das Wasser und hat keinen negativen Einfluss auf den Besatz.

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