Description
Die wissenschaftlich Cyprinella lutriensis (BAIRD & GIRARD, 1853) genannte Amerikanische Rotflossenorfe ist ein wunderhübsches buntes Ponton zum üblichen Koi und stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten, sowie aus Mexiko. Seinerzeit tauchte sie im Otter Creek in Arkansas auf, weswegen ihr der Beiname „lutrensis“, der aus dem Lateinischen übersetzt „Otter“ bedeutet, angehängt wurde. Dieser farbenfrohe Biotopfisch zählt zu den Karpfenartigen und lässt sich sowohl im Gartenteich, Miniteich und im Kaltwasseraquarium halten. In ihrem Herkunftsland wird sie auch „Red Shiner“ genannt und ist ein beliebter Zielfisch unter Angelsportlern.
Mündungszonen größerer Flüsse, sowie schnell fließende Gewässer sind das Habitat der Amerikanischen Rotflossenorfe. Aber auch stehende Bagger- und Stauseen zählen dazu. Schwankende Wasserwerte sind für sie eher kein Problem, weswegen sie sich auch gut für Aquaristik- oder Teichbeginner eignet. Wichtig ist aber in jedem Fall eine sehr gute Strömung. Als Bodengrund im Aquarium ab 80 cm Kantenlänge (besser mehr) eignet sich ein gröberer Kies, im Teich bevorzugt sie sandige Ecken. Das Wasser sollte grundsätzlich sauerstoffreich und gut gepflegt sein, mit einem guten Außenfilter lässt sich das leicht bewerkstelligen.
Im Teich sind die Rotflossenorfen nur bedingt winterfest, ab 10 °C sollten sie daher besser im Kaltwasseraquarium überwintert werden. Eine Mischung aus verkrauteter Uferbepflanzung und genügend Schwimmraum kommt ihnen entgegen. Der Teich sollte außerdem mindestens eine Tiefe von 80-120 Zentimetern haben. Temperaturen über 25 °C sollten vermieden werden. Als Gruppenfische sollten sie vorzugsweise im Schwarm ab 10-20 Tieren gepflegt werden.
Die hochrückigen Amerikanischen Rotflossenorfen sind in der Grundfarbe eher silbig bis grau, ihr Rücken etwas dunkler, der Bauch hell. Vor allem zur Paarungszeit färben sich ihre Flossen rot ein. Ihre Flanken schimmern bläulich. Das Vermehren der hübschen Rotflossenorfe mit im Teich durchaus möglich. Die Laichzeit reicht dabei vom Frühling bis in den Spätsommer. Die Weibchen legen bis zu 16 Schnüre mit knapp 60 Eiern zwischen Kieseln ab, weswegen diese das Laichgebaren unterstützen können.
Mit Wirbellosen wie Garnelen oder Schnecken, aber auch Zwergkrebsen sollten die allesfressenden Tiere besser nicht vergesellschaftet werden. Auch futtern sie den Laich anderer Mitfische, weshalb sie besser nur nach Art gehalten werden sollte. Allgemein halten sie sich vorwiegend an Anfluginsekten und Mückenlarven, aber auch an Algen und der Begleitfauna darin. Mit einem Flockenfutter für Teichfische können sie recht unkompliziert ernährt werden.





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