Description
Der Schoko Zwergflusskrebs gehört wie der orangefarbene CPO zu der im Patzcuaro-See in Mexiko beheimateten Art Cambarellus patzcuarensis. Er hat eine sehr attraktive schokoladenbraune Färbung, manchmal mit dunkleren Streifen oder einem Marmormuster. Mit einer Körperlänge von bis zu 5 cm wird der Schokokrebs für einen Zwergkrebs sehr groß.
Geschlechtsreife männliche Schokokrebse identifiziert man anhand ihrer V-förmigen Geschlechtsanhängsel (Gonopoden), die sich am Übergang zwischen Kopf-Brustpanzer und Hinterleib befinden. Geschlechtsreife Weibchen haben sogenannte Gonoporen (Geschlechtsöffnungen) an der Basis des zweiten Schreitbeinpaares.
Bei der Paarung dreht der männliche Schoko Zwergflusskrebs das Weibchen auf die Seite oder auf den Rücken und hält es mit seinen Scheren und den Schreitbeinen fest. Danach presst das Weibchen bis zu 50 Eier aus und heftet sie an die Schwimmbeine unter seinem Schwanz. Nach ungefähr vier bis sechs Wochen Tragzeit verlassen die Jungkrebse die Eihüllen, bleiben aber noch ein paar Tage unter dem Hinterleib des Muttertieres. Erst dann beginnen sie ein selbstständiges Leben. Junge Schokokrebse sind stark kannibalisch, sie brauchen daher unbedingt geeignete Verstecke in großer Zahl. Hier eignet sich eine Schicht braunes Laub, aber auch Höhlen, Lochziegel oder Röllchen aus Sinterglas oder Keramik sind empfehlenswert als Versteck.
Wie der CPO ist auch der Schoko Zwergflusskrebs kein ganz friedlicher Vertreter, es gibt Individuen, die recht aggressiv sein können. Daher ist es sehr wichtig, dass das Aquarium gut strukturiert ist und den Tieren Deckung bietet. Ganz besonders bei der Häutung ist dies entscheidend. Eine Vergesellschaftung mit Neocardina-Zwerggarnelen wie beispielsweise der Red Fire Garnele ist möglich. Eventuell werden vereinzelt Garnelen erbeutet, normalerweise leben der Schoko Zwergflusskrebs und Garnelen aber relativ friedlich Seite an Seite. Schnecken aller Größen frisst der Cambarellus patzcuarensis sehr gern. Bodenlebende und auch bodenschlafende Fische werden unter Umständen angegangen, Fächergarnelen werden angegriffen. Räuberische Fische wiederum fressen vor allem die Jungkrebse. Als potenzieller Überträger der Krebspest darf der Cambarellus patzcuarensis nicht mit den für diese Krankheit anfälligen Krebsarten aus Europa, Australien und Asien vergesellschaftet werden. Keinesfalls dürfen diese Krebse ausgesetzt werden.
Beim Futter ist der Allesfresser nicht mäkelig. Der Schokokrebs frisst alles mögliche Fisch- und Krebsfutter aus dem Handel, nimmt aber auch Gemüse, Herbstlaub und Grünfutter wie Brennnessel und Spinat sehr gerne an. Ein spezielles Proteinfutter ist ebenso willkommen wie Frostfutter.
Wie bei allen Krebsen muss das Aquarium abgedichtet werden, sodass kein Krebs daraus entkommen kann. Der Schoko Zwergflusskrebs geht nicht an Pflanzen und gräbt nicht, er kann also gut in einem schön bepflanzten Aquarium gehalten werden.
Unsere Futterempfehlung: Süßwasserkrebse ernähren sich in freier Natur sehr vielseitig. Die Natureholic Krebsfeed Sticks enthalten in biologisch ausgewogener Form nur solche Bestandteile, die diese Krebse in dieser oder ähnlicher Form zu ihrem natürlichen Nahrungsspektrum zählen. So werden ganz natürlich Häutung, Wachstum und Fortpflanzung unterstützt und gefördert. Durch ihren Proteinanteil eignen sie sich ideal für omnivore Krebse der Gattungen Procambarus, Cambarus, Cambarellus, Astacus und die Cherax Krebse aus Australien, die prinzipiell Allesfresser sind, die genauso gerne tierische wie pflanzliche Kost aufnehmen. Auch die Krebse der Gattung Cherax aus Papua fressen in ihrer Jugend sehr gern einen Anteil tierisches Futter, später gehen sie dann vorwiegend zu pflanzlicher Kost über.
Unsere Pflanzen-Empfehlung: Verwenden Sie für die Bepflanzung NatureHolic InVitros. Diese sind frei von Schnecken, Planarien und sonstigen unerwünschten Mitbewohnern. Ebenso frei von Algensporen, Bakterien und Pilzen.
Expertentipp: Wir empfehlen bei der Fischhaltung das NatureHolic 3 Phasen Liquid. Das Pflegeset bietet den besten Rundumschutz für Ihre Tiere. Es gewährleistet optimale Bedingungen für die erfolgreiche Zucht und Haltung.





Reviews
There are no reviews yet.