Description
Anubias barteri var. barteri gehört zur Familie der Araceae (Aronstabgewächse) und entstammt den tropischen Fließgewässern, Bachläufen und Uferzonen Westafrikas und Zentralafrikas, von Nigeria und Kamerun über Gabun bis in das Kongobecken. In ihrer Heimat wächst die Pflanze sowohl vollständig untergetaucht als auch emers an überfluteten Uferbereichen, fest verankert an Steinen, Felsen und Wurzeln im Strömungsbereich der Flüsse. Diese Doppelnatur aus aquatischer und semiaquatischer Lebensweise macht Anubias barteri var. barteri zu einer der anpassungsfähigsten und robustesten Wasserpflanzen überhaupt.
Die Blätter von Anubias barteri var. barteri sind herzförmig bis eiförmig-herzförmig, mit einer deutlich ausgeprägten Blattspitze und einer tief eingebuchteten Blattbasis. Die Blattspreite ist tiefglänzend dunkelgrün, lederartig fest und von einer bemerkenswerten Dicke, die die Blätter außerordentlich robust und langlebig macht. Ein einzelnes, gut entwickeltes Blatt kann problemlos mehrere Jahre auf der Pflanze verbleiben, ohne an Qualität zu verlieren. Die Mittelrippe ist kräftig und deutlich erhaben, die seitlichen Blattnerven treten auf der glänzenden Oberfläche klar hervor. Einzelne Blätter erreichen Längen von 10 bis 15 Zentimetern bei einer Breite von 6 bis 10 Zentimetern. Der Rhizom ist kräftig, stark verzweigt und von beeindruckender Substanz, was den Großexemplaren ihre charakteristische, dichte und ausladende Polsterform verleiht.
Das botanische Herzstück der Pflanze ist dieser Rhizom: ein waagerecht wachsender, fleischiger Sprossachsenabschnitt, aus dem nach oben die Blätter und nach unten die Wurzeln austreiben. Das Verständnis dieses Merkmals ist für die erfolgreiche Haltung entscheidend. Der Rhizom darf unter keinen Umständen eingegraben werden. Er muss stets frei liegen und Kontakt mit Wasser oder feuchter Luft haben. Eingegrabene Rhizome faulen unweigerlich ab. Bei den hier angebotenen Exemplaren ist der Rhizom kräftig entwickelt und gut sichtbar, was die Befestigung auf Hartscapematerialien besonders einfach und zuverlässig macht.
Im Aquarium (submers) gehört Anubias barteri var. barteri zu den lichtschwächsten Wasserpflanzen überhaupt und gedeiht hervorragend in schattigen bis mittelbeleuchteten Becken. Zu intensive Beleuchtung ist kontraproduktiv: Da Anubias extrem langsam wächst, können Nährstoffe aus dem Wasser nicht schnell genug verwertet werden, was Algenbefall auf den Blättern begünstigt. Idealerweise werden die Pflanzen im Schatten schnell wachsender Pflanzen oder unter direkter Abschattung durch Einrichtungsgegenstände platziert. Die Art toleriert ein breites Spektrum an Wasserwerten. Empfohlen werden eine Temperatur von 22 bis 28 °C, ein pH-Wert von 6,0 bis 8,0 sowie eine Wasserhärte von 2 bis 20 °dGH. CO₂-Düngung ist nicht zwingend erforderlich, kann das ohnehin langsame Wachstum jedoch moderat fördern. Anubias barteri var. barteri wird niemals in den Bodengrund gepflanzt. Sie wird ausschließlich auf Hartscapematerialien wie Aquarienwurzeln, Treibholz, Lavastein oder anderen porösen Steinen befestigt. Die Wurzeln umschließen das Material im Laufe der Zeit von selbst und verankern die Pflanze dauerhaft. Für die Düngung empfiehlt sich der NatureHolic NPK Complete, der sparsam und regelmäßig eingesetzt wird.
Im Paludarium und Feuchtterrarium (emers) entfaltet Anubias barteri var. barteri ihr volles Potenzial. Emers gehaltene Exemplare wachsen deutlich schneller als submerse und entwickeln häufig noch größere, kräftigere Blätter. Zudem blühen Anubias emers erheblich bereitwilliger. Der typische Aronstabblütenstand aus Spatha und Spadix erscheint bei guter Pflege regelmäßig und ist ein sicheres Zeichen für optimale Haltungsbedingungen. Entscheidend ist eine hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 %, die den natürlichen Lebensraum an tropischen Bachufern imitiert. Helles, indirektes Licht wird emers deutlich besser vertragen als submers, direkte Mittagssonne sollte dennoch vermieden werden. Als Befestigungsuntergrund eignen sich Korkrückwände, Baumfarnplatten, feuchter Lavastein, naturbelassenes Treibholz oder Sphagnummoos.
Für die Befestigung stehen bewährte Methoden zur Verfügung. Das Binden mit dünner Angelschnur oder Nylonfaden ist die klassischste Variante: Der Rhizom wird locker, aber sicher am Zielobjekt fixiert. Nach vier bis acht Wochen hat die Pflanze genug Haftwurzeln gebildet, um das Material selbstständig zu umschließen. Alternativ eignet sich Cyanoacrylat-Gel, das nach dem Aushärten vollständig wassersicher und für Fische, Garnelen und Pflanzen unbedenklich ist.
Unser Tipp: Der häufigste Fehler bei der Anubias-Haltung ist das Eingraben des Rhizoms in den Bodengrund, was unweigerlich zu Fäulnis führt. Beim Kleben mit Cyanoacrylat sollte der Kleber ausschließlich punktuell und unterhalb der Blattansätze eingesetzt werden, da überdeckte Rhizombereiche im Wachstum gehemmt werden. Submers gilt: lieber weniger Licht als zu viel. Bei bestehendem Algenbefall auf den Blättern betroffene Blätter konsequent entfernen und die Beleuchtungsdauer reduzieren. Emers ist auf direkte Luftzüge zu achten, die die Luftfeuchtigkeit absenken und zu eingetrockneten Blatträndern führen können.
Unsere Empfehlung: Für ein prachtvolles Pflanzenwachstum empfehlen wir die Verwendung der NatureHolic Düngeserie und bei der Neueinrichtung den Premium Nährboden NatureHolic GroundBooster.
Expertentipp: Mit dem NatureHolic Pflanzenkleber kleben Sie diese Pflanze schonend und unkompliziert auf Steinen, Wurzeln und Dekoration fest. Made in Germany, der Kleber belastet nicht das Wasser und hat keinen negativen Einfluss auf den Besatz.





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