Description
Der Aprikosenkrebs, wissenschaftlich Cherax holthuisi genannt, stammt von der Vogelkop Halbinsel auf Papua/Indonesien. Besonders auffällig sind seine sehr kleinen Augen, was darauf zurückzuführen ist, dass es sich bei diesem Krebs eigentlich um einen Höhlenbewohner handelt. Meist ist der Aprikosenkrebs schön orange oder aprikotfarben gefärbt, es gibt aber auch braune oder beige Exemplare. Meist werden sowohl die Männchen als auch die Weibchen zwischen 8 und 10 cm groß, aber auch eine Größe von bis zu 15 cm kann erreicht werden – immer ohne Scheren gemessen. Männchen und Weibchen kann man anhand ihrer Geschlechtsöffnungen unterscheiden – bei den Männchen sitzen sie an der Basis des 5. Schreitbeinpaares, bei den Weibchen an der Basis des dritten. Der Aprikosenkrebs hat eine Lebenserwartung von mehreren Jahren.
Der Paarungsakt der Aprikosenkrebse ist ein echtes Highlight. Dabei führt das Männchen eine Art Hochzeitstanz auf und bewegt sich im Becken hin und her. Zu beobachten ist häufig auch, das Männchen und Weibchen ihre Scheren aneinander klopfen und sich mit den Antennen fast schon zärtlich berühren. Rund 24 Stunden nach der eigentlichen Paarung erfolgt dann meist die Eiablage. Steinaufbauten und kalkhaltiges Gestein haben sich hier schon oft als Laichhöhlen bewährt. 6-8 Wochen dauert es dann, bis die Jungtiere schlüpfen, so lange werden die Eier unter dem eingerollten Hinterleib der Weibchen getragen. Meist bleiben die Jungkrebse dann noch einige Tage in der Obhut der Mutter, bevor sie ein eigenständiges Leben im Aquarium beginnen. Zahlreiche Verstecke sind von Vorteil, damit die Jungkrebse gut heranwachsen können.
Der Aprikosenkrebs ist eine sehr friedliche Krebsart. Unter Artgenossen kommt es nur sehr selten einmal zu Reibereien. Auch die Vergesellschaftung mit Garnelen und friedlichen Fischen zeigt sich meist unproblematisch. Schnecken oder Muscheln können geknackt und gefressen werden. Bei Temperaturen zwischen 20 und 25°C fühlen sich die Tiere wohl, niedere Temperaturen werden nicht gut vertragen. Im Becken sollten genügend Verstecke und Höhlen vorhanden sein, denn in der Natur leben die Krebse ebenfalls meist in Höhlen. Zudem sind Verstecke während der Häutung und auch in der Fortpflanzungsphase sehr wichtig. Aufgrund der Größe der Tiere sollte das Becken mindestens 80 bis 100 Liter für ein Pärchen fassen. Krebse sind sehr gute Kletterer und machen gern auch mal einen Ausflug aufs Land, daher muss ein Aquarium für Krebse absolut dicht abgedeckt sein.
Aprikosenkrebse fressen keine gesunden Pflanzen, daher eignen sie sich auch für schön bepflanzte Becken. Auf ihrem Speiseplan finden die Aprikosenkrebse sehr gerne spezielles Krebsfutter, braunes Herbstlaub, aber auch Frostfutter, Gemüse und Grünfutter wie Spinat und Brennnessel. Die Mischkost sollte vorwiegend aus pflanzlichen Bestandteilen bestehen.
Unsere Futterempfehlung: Süßwasserkrebse ernähren sich in freier Natur sehr vielseitig. Die Natureholic Krebsfeed Sticks enthalten in biologisch ausgewogener Form nur solche Bestandteile, die diese Krebse in dieser oder ähnlicher Form zu ihrem natürlichen Nahrungsspektrum zählen. So werden ganz natürlich Häutung, Wachstum und Fortpflanzung unterstützt und gefördert. Durch ihren Proteinanteil eignen sie sich ideal für omnivore Krebse der Gattungen Procambarus, Cambarus, Cambarellus, Astacus und die Cherax Krebse aus Australien, die prinzipiell Allesfresser sind, die genauso gerne tierische wie pflanzliche Kost aufnehmen. Auch die Krebse der Gattung Cherax aus Papua fressen in ihrer Jugend sehr gern einen Anteil tierisches Futter, später gehen sie dann vorwiegend zu pflanzlicher Kost über.
Unsere Pflanzen-Empfehlung: Verwenden Sie für die Bepflanzung NatureHolic InVitros. Diese sind frei von Schnecken, Planarien und sonstigen unerwünschten Mitbewohnern. Ebenso frei von Algensporen, Bakterien und Pilzen.
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