Description
Pilea Norfolk, botanisch Pilea spruceana ‚Norfolk‘, gehört zur Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) und stammt aus den feuchten, schattigen Unterwäldern der tropischen Regionen Südamerikas, insbesondere aus Ecuador und Peru. Die Art wurde bereits 1869 von dem britischen Botaniker Hugh Algernon Weddell beschrieben, der ihr zu Ehren des Botanikers Richard Spruce den Artnamen ’spruceana‘ gab. Der Handelsname ‚Norfolk‘ bezeichnet einen besonders dekorativen Kultivar dieser Art, der wegen seiner ausdrucksstarken Blattzeichnung unter Sammlern hoch geschätzt wird.
Das Blattbild von Pilea Norfolk ist von einer außergewöhnlich plastischen Textur. Die ovalen, leicht gewellten Blätter zeigen eine stark gerippte, geriffelte Oberfläche mit deutlich eingesenkten Adern und erhabenen Zwischenfeldern, was dem Blatt eine fast gequilte, dreidimensionale Optik verleiht. Die Grundfarbe ist ein tiefes Dunkelgrün bis Rotbraun, überzogen von breiten, silbrig-grauen bis fast metallischen Streifen und Flecken, die sich entlang der Mittelader und teilweise auch zum Blattrand hin ausbreiten. Der Blattrand selbst ist fein gewellt bis leicht gezähnt. Besonders reizvoll ist der Farbverlauf neuer Blätter: Frische Triebe erscheinen häufig in einem warmen Rosa- bis Rotton und kühlen mit der Reifung allmählich zu dem charakteristischen Silbergrau ab, was der Pflanze ein ständig wechselndes Erscheinungsbild verleiht.
Der Wuchs ist kompakt, buschig und horstbildend, mit dicht stehenden Blättern, die nahe am Topf bleiben und so die strukturierte Blattoberfläche optisch besonders gut zur Geltung bringen. Die Wuchshöhe und -breite bleiben mit etwa 20 bis 30 Zentimetern überschaubar, was Pilea Norfolk zu einer idealen Pflanze für Regale, Fensterbänke und Terrarien macht. Bei manchen Pflanzen erscheinen gelegentlich kleine, unauffällige grünlich-weiße Blüten, die jedoch hinter dem eindrucksvollen Laub optisch zurücktreten.
Im Zimmer bevorzugt Pilea Norfolk einen hellen Standort mit indirektem, gefiltertem Licht. Direkte, harte Sonneneinstrahlung verbrennt die strukturierte Blattoberfläche und sollte vermieden werden. Bei zu wenig Licht wird die charakteristische gequilte Textur weniger ausgeprägt sichtbar, hellere, gefilterte Bedingungen lassen sie deutlicher hervortreten. Die Luftfeuchtigkeit sollte erhöht sein, was die Blattränder vor dem Austrocknen schützt. Braune Blattspitzen sind ein typisches Zeichen für zu trockene Luft, besonders in Heizungsnähe. Das Substrat sollte gleichmäßig leicht feucht gehalten werden: Die oberste Schicht darf zwischen den Wassergaben antrocknen, vollständiges Austrocknen oder Staunässe sollten jedoch beide vermieden werden. Pilea Norfolk reagiert empfindlich auf Wurzelfäule. Temperaturen zwischen 18 und 24 °C sind ideal, im Winter sollte die Pflanze nicht unter 12 °C gehalten werden.
Das Substrat muss durchlässig, luftig und feuchtigkeitsspeichernd zugleich sein. Der NatureHolic Jungle Mix aus Bims, Zeolith und Lava bietet durch seine offenporige, nicht verdichtende Struktur optimale Bedingungen für die feinen Wurzeln dieser Pilea. Er verhindert Staunässe zuverlässig und sorgt für die durchlüftete Bodenstruktur, die für gesundes Wachstum unerlässlich ist. In der Wachstumsphase empfehlen sich regelmäßige, niedrig dosierte Gaben des NatureHolic Jungle Boost, etwa alle vier Wassergaben, im Herbst und Winter seltener.
Lieferung ohne Übertopf.
Unser Tipp: Mit unserem selbstbewässernden NatureHolic Junglepot System in Kombination mit unserem NatureHolic Jungle Mix wird die Pflege wesentlich erleichtert und die Pflanze optimal versorgt. Ideal für ein Semi-Hydroponic Set up ist die Verwendung unseres NatureHolic Sphagnum Moos.
Passende Übertöpfe gibt es selbstverständlich ebenfalls in unserem Shop.
Achtung: Anders, als unsere NatureHolic Green Label Pflanzen sind diese Pflanzen nicht speziell für den Einsatz im Terrarium gezüchtet. Unser Tipp: Beim Einsatz im Terrarium das Substrat vollständig entfernen und die Pflanze mehrfach gut abspülen.





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