Description
Der kleinste Zwergflusskrebs Cambarellus diminutus ist sehr friedlich und bleibt mit ca. 25 mm sehr klein. Cambarellus diminutus stammt aus den USA (Mississippi und Alabama). Er ist farblich sehr variabel, hell- bis graubraun oder auch etwas bläulich oder rötlich mit einem etwas unregelmäßigen dunkleren Fleckenmuster auf dem Hinterleib.
Männliche Cambarellus diminutus haben V-förmig angeordnete, griffelförmige Gonopoden. Sie sitzen an der Bauchseite zwischen Carapax und Pleon (dem Hinterleib). Geschlechtsreife Weibchen erkennt man an ihrer Geschlechtsöffnung (Annulus ventralis) an den Wurzeln des zweiten Schreitbeinpaares. Cambarellus diminutus ist recht einfach zu vermehren: Nach der Paarung heften die Weibchen 20 bis 30 Eier an die Schwimmbeine unter ihrem Hinterleib. Nach 4 bis 6 Wochen schlüpfen daraus voll entwickelte Jungkrebse, die noch einige Stunden bis Tage unter dem Pleon der Mutter bleiben, bis sie sie verlassen und ein eigenständiges Leben beginnen. Auch wenn Cambarellus diminutus wenig kannibalisch ist, kann es doch vorkommen, dass die Jungkrebse untereinander räubern, sie brauchen daher viele Verstecke: braunes Herbstlaub (das außerdem ein gutes Dauerfutter darstellt), Höhlen, Keramikröllchen oder auch Lochziegel.
Cambarellus diminutus eignen sich nicht für offene Aquarien. Diese Zwergkrebse sind meisterhafte Kletterer und kommen sogar an der Silikonnaht nach oben. Das Becken braucht daher einen absolut dicht schließenden Deckel. Mit Wurzelholz und Steinen lassen sich Strukturen schaffen, die das Aquarium unterteilen und den Krebsen einen Sichtschutz bieten, so können sich die eher einzelgängerischen Tiere gegebenenfalls zurückziehen. Grundsätzlich sollte ein Versteck mehr als Krebse im Aquarium sein. Cambarellus diminutus gehen nicht an Pflanzen und graben nicht, sie eignen sich daher auch für Pflanzenaquarien.
Grundsätzlich sollte man unterschiedliche Zwergkrebsarten nicht mischen, da sich die Tiere nicht miteinander verständigen können und der Stressfaktor sehr hoch ist. Am Boden schlafende Fische und auch Fächergarnelen werden trotz der niedrigen Aggressivität der Krebse eventuell gezwickt. Als nordamerikanische Art ist Cambarellus diminutus potentiell ein Überträger der Krebspest. Dieser Parasit schadet Krebsen aus Nordamerika zwar selbst nicht, aber alle anderen Arten tötet er unweigerlich. Daher dürfen Cambarellus diminutus nicht in die Natur gelangen.
Beim Futter ist der Cambarellus diminutus einfach zufrieden zu stellen. Wie alle Zwergkrebse frisst er gern verschiedenes im Handel erhältliches Futter, spezielles Krebsfutter ist natürlich optimal geeignet. Daneben wird auch Gemüse gerne genommen, auch Frostfutter und Grünfutter wie Brennnessel ist beliebt.
Unsere Futterempfehlung: Süßwasserkrebse ernähren sich in freier Natur sehr vielseitig. Die Natureholic Krebsfeed Sticks enthalten in biologisch ausgewogener Form nur solche Bestandteile, die diese Krebse in dieser oder ähnlicher Form zu ihrem natürlichen Nahrungsspektrum zählen. So werden ganz natürlich Häutung, Wachstum und Fortpflanzung unterstützt und gefördert. Durch ihren Proteinanteil eignen sie sich ideal für omnivore Krebse der Gattungen Procambarus, Cambarus, Cambarellus, Astacus und die Cherax Krebse aus Australien, die prinzipiell Allesfresser sind, die genauso gerne tierische wie pflanzliche Kost aufnehmen. Auch die Krebse der Gattung Cherax aus Papua fressen in ihrer Jugend sehr gern einen Anteil tierisches Futter, später gehen sie dann vorwiegend zu pflanzlicher Kost über.
Unsere Pflanzen-Empfehlung: Verwenden Sie für die Bepflanzung NatureHolic InVitros. Diese sind frei von Schnecken, Planarien und sonstigen unerwünschten Mitbewohnern. Ebenso frei von Algensporen, Bakterien und Pilzen.
Expertentipp: Wir empfehlen bei der Fischhaltung das NatureHolic 3 Phasen Liquid. Das Pflegeset bietet den besten Rundumschutz für Ihre Tiere. Es gewährleistet optimale Bedingungen für die erfolgreiche Zucht und Haltung.





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