Description
Anubias barteri var. nana ‚Black Coin‘ ist eine der dunkelsten und visuell dramatischsten Formen innerhalb des gesamten nana-Komplexes und eine Pflanze, die im Aquarium durch das ungewöhnliche Zusammenspiel aus zwei unabhängig voneinander bereits außergewöhnlichen Merkmalen sofort auffällt. Zum einen die nahezu vollständig runden, münzförmigen Blätter, die dieser Pflanze ihren Namen gegeben haben und die innerhalb der Gattung Anubias zu den seltensten Blattformen überhaupt gehören. Zum anderen eine Blattfärbung von einer Dunkelheit, die im Aquaristikbereich kaum zu überbieten ist: tief dunkel-olivgrün bis fast schwarz, mit einer Tiefe und Schwere, die jeden anderen grünen Pflanzenton im Becken sofort dominiert. Wer ‚Black Coin‘ neben einer gewöhnlichen Anubias barteri var. nana platziert, versteht sofort, was dieser Kultivar bedeutet. Das Standard-Dunkelgrün der Stammform wirkt daneben plötzlich hell.
Anubias barteri var. nana ‚Black Coin‘ gehört zur Familie der Araceae (Aronstabgewächse) und ist ein Gartenkultivar innerhalb des barteri var. nana-Komplexes, dessen Stammarten aus den tropischen Fließgewässern Westafrikas, insbesondere Kameruns, stammen. Runde Blattformen sind im Handel unter verschiedenen Kultivarnamen bekannt, darunter ‚Coin Leaf‘, ‚Round Leaf‘ oder ‚Mini Coin‘. Was ‚Black Coin‘ jedoch von allen diesen Formen fundamental unterscheidet, ist seine außergewöhnliche Blattfärbung. Während die anderen Coin-Kultivare mittlere bis normale Grüntöne zeigen, trägt ‚Black Coin‘ Blätter von einer nahezu monochromen Dunkelheit, die durch eine besonders hohe Konzentration von Chlorophyll und dunklen Pigmenten im Blattgewebe entsteht. Im Aquarium unter Beleuchtung entwickeln die Blätter dabei einen charakteristischen, leicht metallischen Schimmer, der die dunkle Oberfläche zusätzlich betont.
Die Blätter sind nahezu kreisrund bis leicht herzförmig abgerundet, mit einer kaum wahrnehmbaren, sanften Blattspitze und einer leicht eingebuchteten Basis. Die Blattspreite ist tiefglänzend, lederartig fest und von beeindruckender Qualität. Die Mittelrippe und die seitlichen Blattnerven treten auf der dunklen, glänzenden Oberfläche als hellere Linien hervor und verleihen jedem Blatt eine subtile, grafische Struktur, die auf den ersten Blick kaum wahrnehmbar ist und bei näherer Betrachtung die Qualität und Tiefe dieser Pflanze erst vollständig offenbart. Die Blätter erreichen typischerweise einen Durchmesser von etwa 3 bis 5 Zentimetern. Der Rhizom ist kriechend, kompakt verzweigt und wächst mit der Zeit zu einem dichten, tief dunkelgrünen Polster heran, das auf Steinen und Wurzeln eine fast abstrakt wirkende, monochrome Pflanzenskulptur entstehen lässt.
Das botanische Herzstück der Pflanze ist dieser Rhizom: ein waagerecht wachsender, fleischiger Sprossachsenabschnitt, aus dem nach oben die Blätter und nach unten die Wurzeln austreiben. Der Rhizom darf unter keinen Umständen eingegraben werden. Er muss stets frei liegen und Kontakt mit Wasser oder feuchter Luft haben. Eingegrabene Rhizome faulen unweigerlich ab. ‚Black Coin‘ wird daher ausschließlich auf Hardscapematerialien wie Aquarienwurzeln, Treibholz, Lavastein oder anderen porösen Steinen befestigt. Besonders eindrucksvoll wirkt ‚Black Coin‘ auf hellem Lavastein oder hellem, kontrastreichen Hartscape, wo die dunklen, runden Blätter die maximale Wirkung entfalten.
Im Aquarium (submers) gedeiht ‚Black Coin‘ hervorragend bei gedämpftem bis mäßigem Licht, wie es für den gesamten nana-Komplex typisch ist. Zu intensive Beleuchtung begünstigt Algenbefall auf den langlebigen Blättern und sollte vermieden werden. Die Pflanze toleriert ein breites Spektrum an Wasserwerten. Empfohlen werden eine Temperatur von 20 bis 28 °C, ein pH-Wert von 6,0 bis 8,0 sowie eine Wasserhärte von 2 bis 20 °dGH. CO₂-Düngung ist nicht zwingend erforderlich, kann das ohnehin langsame Wachstum jedoch moderat fördern. Für die Düngung empfiehlt sich der NatureHolic NPK Complete, der sparsam und regelmäßig eingesetzt wird.
Im Paludarium und Feuchtterrarium (emers) entfaltet ‚Black Coin‘ eine ganz besondere, fast dramatische Wirkung. Die fast schwarzen, runden Blätter schaffen emers unter indirektem Licht eine Atmosphäre von botanischer Strenge und Eleganz, die in dieser Form kein anderer Anubias-Kultivar erreicht. Entscheidend ist eine hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 %.
Für die Befestigung stehen bewährte Methoden zur Verfügung. Das Binden mit dünner Angelschnur oder Nylonfaden ist die klassischste Variante. Nach vier bis acht Wochen hat die Pflanze genug Haftwurzeln gebildet, um das Material selbstständig zu umschließen. Cyanoacrylat-Gel eignet sich hervorragend für eine schnelle, dauerhafte Verbindung. Für größere Exemplare bieten sich transparente Kabelbinder an.
Runde Münzblätter, fast schwarzes Dunkelgrün, dramatische Wirkung. Anubias barteri var. nana ‚Black Coin‘ ist die dunkelste Münze im Anubias-Portfolio. Eine Pflanze, die im Aquarium nicht laut ist. Sie ist still. Und genau deshalb so wirkungsvoll.
Unser Tipp: Der häufigste Fehler bei der Anubias-Haltung ist das Eingraben des Rhizoms in den Bodengrund, was unweigerlich zu Fäulnis führt. Beim Kleben mit Cyanoacrylat sollte der Kleber ausschließlich punktuell und unterhalb der Blattansätze eingesetzt werden, da überdeckte Rhizombereiche im Wachstum gehemmt werden. Submers gilt: lieber weniger Licht als zu viel. Bei bestehendem Algenbefall auf den Blättern betroffene Blätter konsequent entfernen und die Beleuchtungsdauer reduzieren. Emers ist auf direkte Luftzüge zu achten, die die Luftfeuchtigkeit absenken und zu eingetrockneten Blatträndern führen können.
Unsere Empfehlung: Für ein prachtvolles Pflanzenwachstum empfehlen wir die Verwendung der NatureHolic Düngeserie und bei der Neueinrichtung den Premium Nährboden NatureHolic GroundBooster.
Expertentipp: Mit dem NatureHolic Pflanzenkleber kleben Sie diese Pflanze schonend und unkompliziert auf Steinen, Wurzeln und Dekoration fest. Made in Germany, der Kleber belastet nicht das Wasser und hat keinen negativen Einfluss auf den Besatz.





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