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Anubias coffeefolia – XL Topf – ca. 20x25cm – NatureHolic Blue Label

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Description

Anubias barteri var. coffeifolia ist unter allen Anubias-Kultivaren wohl das texturstärkste und visuell vielschichtigste. Was diese Pflanze sofort unverwechselbar macht, ist nicht ihre Farbe allein, sondern das Zusammenspiel aus stark gewellter, gerippter Blattoberfläche, rotbraunem Blattaustrieb und tiefem Dunkelgrün ausgewachsener Blätter. Jedes neue Blatt erscheint zunächst in einem warmen Orangebraun bis Rotbraun, das sich mit zunehmendem Alter schrittweise in das charakteristische, tiefe Dunkelgrün der ausgewachsenen Blattspreite verwandelt. Auf einer Pflanze befinden sich dadurch immer gleichzeitig Blätter in verschiedenen Farb- und Reifestadien, was dem Gesamtbild eine Lebendigkeit und Tiefe verleiht, die kaum eine andere Anubias-Variante erreicht. Die hier angebotenen Exemplare sind ausgewachsene XL-Pflanzen mit einer Höhe von etwa 20 Zentimetern und einem Durchmesser von rund 25 Zentimetern, die vom ersten Tag an im Becken Wirkung entfalten.

Anubias barteri var. coffeifolia gehört zur Familie der Araceae (Aronstabgewächse) und entstammt dem barteri-Komplex, dessen Heimat die tropischen Fließgewässer, Bachläufe und Uferzonen Westafrikas sind, insbesondere Kamerun und das angrenzende Westafrika. Sie wurde von Christel Kasselmann im Jahr 2010 als Varietät von Anubias barteri formal beschrieben. Davor war sie jahrzehntelang ausschließlich unter dem Handelsnamen ‚Coffeefolia‘ bekannt und kultiviert worden. Der Name verweist direkt auf die Ähnlichkeit der Blattstruktur mit den Blättern des Kaffeestrauchs (Coffea): Die Blattspreite wölbt sich zwischen den seitlichen Blattnerven stark nach oben, was einen charakteristischen, wellenförmigen Querschnitt erzeugt, der an die Kaffeepflanze erinnert und dieser Varietät ihren treffenden Namen gegeben hat.

Die Blätter sind herzförmig bis eiförmig, mit einer deutlich ausgeprägten Blattspitze und der für die Varietät typischen, stark ausgeprägten Wellung zwischen den Seitennerven. Die Blattstiele sind kräftig und von einem auffälligen rotbraunen Farbton, der besonders bei jungen Blättern intensiv ist und mit dem dunkelgrünen ausgewachsenen Blattwerk einen reizvollen Kontrast bildet. Das Blattgewebe ist lederartig fest und von beeindruckender Robustheit. Herbivore Fische meiden die zähen Blätter in der Regel vollständig. Bei den hier angebotenen XL-Exemplaren ist der Rhizom kräftig, gut verzweigt und von solider Substanz, was die Befestigung auf Hardscapematerialien besonders einfach und dauerhaft stabil macht.

Das botanische Herzstück der Pflanze ist dieser Rhizom: ein waagerecht wachsender, fleischiger Sprossachsenabschnitt, aus dem nach oben die Blätter und nach unten die Wurzeln austreiben. Der Rhizom darf unter keinen Umständen eingegraben werden. Er muss stets frei liegen und Kontakt mit Wasser oder feuchter Luft haben. Eingegrabene Rhizome faulen unweigerlich ab. Anubias barteri var. coffeifolia wird daher ausschließlich auf Hartscapematerialien wie Aquarienwurzeln, Treibholz, Lavastein oder anderen porösen Steinen befestigt.

Im Aquarium (submers) gedeiht coffeifolia hervorragend bei gedämpftem bis mäßigem Licht. Zu intensive Beleuchtung ist kontraproduktiv: Da Anubias extrem langsam wächst, können überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser nicht schnell genug verwertet werden, was Algenbefall auf den Blättern begünstigt. Idealerweise wird die Pflanze im Schatten schnell wachsender Pflanzen oder unter direkter Abschattung platziert. Die Varietät toleriert ein breites Spektrum an Wasserwerten. Empfohlen werden eine Temperatur von 22 bis 28 °C, ein pH-Wert von 6,0 bis 8,0 sowie eine Wasserhärte von 2 bis 20 °dGH. CO₂-Düngung ist nicht zwingend erforderlich, kann das ohnehin langsame Wachstum jedoch moderat fördern. Für die Düngung empfiehlt sich der NatureHolic NPK Complete, der sparsam und regelmäßig eingesetzt wird. Ein besonderes Merkmal ist die Blühfreudigkeit: Anubias barteri var. coffeifolia blüht auch submers vergleichsweise häufig, bringt jedoch unter Wasser keine keimfähigen Samen hervor.

Im Paludarium und Feuchtterrarium (emers) entfaltet coffeifolia ihr volles Potenzial. Emers gehaltene Exemplare wachsen deutlich schneller und blühen erheblich bereitwilliger. Die Wellung der Blätter und der rotbraune Blattaustrieb kommen emers unter indirektem Licht besonders eindrucksvoll zur Geltung. Entscheidend ist eine hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 %, die den natürlichen Lebensraum an tropischen Bachufern imitiert. Als Befestigungsuntergrund eignen sich Korkrückwände, Baumfarnplatten, feuchter Lavastein, naturbelassenes Treibholz oder Sphagnummoos.

Für die Befestigung stehen bewährte Methoden zur Verfügung. Das Binden mit dünner Angelschnur oder Nylonfaden ist die klassischste Variante. Nach vier bis acht Wochen hat die Pflanze genug Haftwurzeln gebildet, um das Material selbstständig zu umschließen. Alternativ eignet sich Cyanoacrylat-Gel, das nach dem Aushärten vollständig wassersicher und für Fische, Garnelen und Pflanzen unbedenklich ist. Für die kräftigen Rhizome der XL-Exemplare bieten sich zudem transparente Kabelbinder an: schnell angebracht, dauerhaft stabil und im Becken nahezu unsichtbar.

Rotbrauner Austrieb, tiefes Dunkelgrün, kaffeepflanzenartige Blattwellung. Anubias barteri var. coffeifolia XL ist die Anubias mit dem stärksten Textur- und Farberlebnis. Eine Pflanze, die in jedem Becken sofort Charakter zeigt.

Unser Tipp: Der häufigste Fehler bei der Anubias-Haltung ist das Eingraben des Rhizoms in den Bodengrund, was unweigerlich zu Fäulnis führt. Beim Kleben mit Cyanoacrylat sollte der Kleber ausschließlich punktuell und unterhalb der Blattansätze eingesetzt werden, da überdeckte Rhizombereiche im Wachstum gehemmt werden. Submers gilt: lieber weniger Licht als zu viel. Bei bestehendem Algenbefall auf den Blättern betroffene Blätter konsequent entfernen und die Beleuchtungsdauer reduzieren. Emers ist auf direkte Luftzüge zu achten, die die Luftfeuchtigkeit absenken und zu eingetrockneten Blatträndern führen können.

Unsere Empfehlung: Für ein prachtvolles Pflanzenwachstum empfehlen wir die Verwendung der NatureHolic Düngeserie und bei der Neueinrichtung den Premium Nährboden NatureHolic GroundBooster.

Expertentipp: Mit dem NatureHolic Pflanzenkleber kleben Sie diese Pflanze schonend und unkompliziert auf Steinen, Wurzeln und Dekoration fest. Made in Germany, der Kleber belastet nicht das Wasser und hat keinen negativen Einfluss auf den Besatz.

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