Description
Cherax snowden wurde erst 2015 von Chris Lukhaup beschrieben. Zuvor war er als Feuerkrebs, Cherax sp. Orange Tip oder auch als Cherax holthuisi „orange tip“ bekannt. Es handelt sich aber um eine eigenständige Art. Ihre Ursprünge liegen in Papua/Irian Jaya auf der Vogelkop-Halbinsel. Die oliv-grüne Grundfärbung mit den gezackten und orange gefärben Scheren machen den Cherax snowden zu einem sehr attraktiven Krebs.
Mit seiner recht friedlichen Art, einer Endgröße von etwa 12 cm (ohne Scheren gemessen) und einer Lebenserwartung von mehreren Jahren ist er für unsere Aquarien ein ausgesprochen interessanter Zeitgenosse. Er ist wie viele Cherax-Arten zunächst dämmerungs- und nachtaktiv, wird aber mit zunehmender Gewöhnung auch immer öfter tagsüber zu sehen sein.
Ein Pärchen kann man bereits in Aquarien ab 80 cm Kantenlänge gut halten. Für mehrere Paare oder als Gruppe eignen sich Becken ab 100 cm. Das Aquarium sollte gut strukturiert und mit einer großen Zahl von Höhlen, Wurzeln und Steinen eingerichtet sein. Cherax snowden gräbt nicht sonderlich stark, dennoch sollte die Einrichtung stabil und kippsicher stehen. An Pflanzen vergreift sich der Orange Tip normalerweise nicht, vor allem dann nicht, wenn er in seiner Nahrung genügend pflanzliche Bestandteile hat. Zarte Pflanzen werden jedoch ab und zu trotzdem angeknabbert. Das Wasser sollte sauber und sauerstoffreich sein, die Temperatur nicht unter 20 bis 24 °C fallen. In der Natur lebt Cherax snowden in eher sauren Bächen, ein pH von 6,5 bis 7,5 und eine Gesamthärte bis 25 ist zu empfehlen.
Die Tiere paaren sich mehrmals im Jahr. Nach der Paarung trägt das Weibchen die etwa 40-80 Eier ca. 7-9 Wochen lang unter dem Hinterleib. Die frisch geschlüpften Jungkrebse bleiben ebenfalls nochmal einige Tage bei der Mutter, bis sie sich selbstständig aufmachen. Die Jungtiere sind nicht sehr aggressiv untereinander, wachsen jedoch recht langsam, weshalb man hier etwas Geduld mitbringen sollte.
Die Ernährung dieser Krebse gestaltet sich problemlos. Verschiedenes Futter wie braunes Herbstlaub, aber auch Frischfutter (Spinat, anderes Gemüse, Brennnessel), Granulat- und Flockenfutter sowie Frostfutter werden gerne angenommen, wobei die Ernährung vorwiegend pflanzlich gestaltet werden sollte.
Cherax snowden sind recht friedliche Krebse – auch untereinander. Man kann sie daher auch gut in einem Gesellschaftsaquarium halten. Fische mit langen Flossen und bodenorientierte Fische leben allerdings in der Gefahr, gefangen und gezwickt oder gar gefressen zu werden. Auch Schnecken werden gerne geknackt und gefressen. Mit Garnelen kann man den Cherax Orange Tip in der Regel gut vergesellschaften. Er darf allerdings keinesfalls in Kontakt mit nord- und mittelamerikanischen Krebsen kommen. Da diese die Krebspest übertragen können, ist auch Wasserkontakt zu vermeiden. Wie bei allen Krebsen sollte das Aquarium gut abgedeckt sein, da sonst Fluchtgefahr besteht.
Unsere Futterempfehlung: Süßwasserkrebse ernähren sich in freier Natur sehr vielseitig. Die Natureholic Krebsfeed Sticks enthalten in biologisch ausgewogener Form nur solche Bestandteile, die diese Krebse in dieser oder ähnlicher Form zu ihrem natürlichen Nahrungsspektrum zählen. So werden ganz natürlich Häutung, Wachstum und Fortpflanzung unterstützt und gefördert. Durch ihren Proteinanteil eignen sie sich ideal für omnivore Krebse der Gattungen Procambarus, Cambarus, Cambarellus, Astacus und die Cherax Krebse aus Australien, die prinzipiell Allesfresser sind, die genauso gerne tierische wie pflanzliche Kost aufnehmen. Auch die Krebse der Gattung Cherax aus Papua fressen in ihrer Jugend sehr gern einen Anteil tierisches Futter, später gehen sie dann vorwiegend zu pflanzlicher Kost über.
Unsere Pflanzen-Empfehlung: Verwenden Sie für die Bepflanzung NatureHolic InVitros. Diese sind frei von Schnecken, Planarien und sonstigen unerwünschten Mitbewohnern. Ebenso frei von Algensporen, Bakterien und Pilzen.
Expertentipp: Wir empfehlen bei der Fischhaltung das NatureHolic 3 Phasen Liquid. Das Pflegeset bietet den besten Rundumschutz für Ihre Tiere. Es gewährleistet optimale Bedingungen für die erfolgreiche Zucht und Haltung.





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