Description
Der farbenprächtige und auffällige Drachenfisch kommt eigentlich aus asiatischen Gefilden von Japan bis China, Korea und Vietnam und wird wissenschaftlich auch als Zacco platypus (TEMMINCK & SCHLEGEL, 1846) bezeichnet. In seiner Heimat nennt man den zu den Karpfenartigen zählenden schmucken Kaltwasserfisch auch Oikawa, dort ist er vor allem bei Freunden des Angelsports ein gefragter Fang. Vor allem zur Balzzeit präsentiert sich der Drachenfisch in prächtigen Farben.
Auch wenn der Drachenfisch anfänglich eher etwas zurückhaltend und eher wenig tagaktiv scheint, so wird er bei Sonnenuntergang hingegen quietschfidel und „dreht so richtig auf“- vor allem im Gartenteich lässt er sich toll beobachten, wie er unter der Wasseroberfläche nach Anfluginsekten jagt. Aber auch im gut gewarteten Kaltwasseraquarium ab mindestens 600 Litern lässt er sich prima pflegen, wenn dieses eine einwandfreie Wasserhygiene aufweist und gut gefiltert wird. Strömung ist bei diesem hübschen Kameraden ein Muss.
In der Grundfarbe scheint der Zacco platypus silbern, auf seinem Körper mit auffällig großen Schuppen befindet sich ein blaues Querband, das von senkrechten helleren Linien gezeichnet ist. Während der Laichzeit scheinen vor allem die Milchner (die Männchen) geradezu zu leuchten und zu strahlen. Sein torpedoförmiger Körperbau weist bereits auf einen schnellen Schwimmer hin. Mit einem Endmaß von bis zu 20 Zentimetern und einem Alter von 6 Jahren sind sie einigermaßen langlebige Familienmitglieder, dazu notwendig ist aber eine Frostperiode, die sich im Teich recht unkompliziert gestaltet. Der Teich sollte aber eine Tiefe von mindestens 80, eher 120 Zentimetern aufweisen, damit er nicht zufriert. Mit Ausströmersteinen lässt sich das recht gut verhindern, auch ein Eisfreihalter oder eine Teichheizung leisten gute Dienste.
Drachenfische sind Schwarmtiere, die ihre Stärke aus der Gruppe beziehen. Deswegen sollten sie möglichst in Gruppen ab 10-20 Tieren gepflegt werden, damit sie sich wohlfühlen und ihr arttypisches Verhalten zeigen können. Das Aquarium sollte je nach Gruppengröße daher auch ruhig etwas größer sein und entsprechenden Schwimmraum aufweisen. Als Bodengrund eignet sich dabei ein heller Kies oder Sand mit stellenweise dichter Bepflanzung, damit sich genervte Weibchen oder rangniedrigere Tiere zurück ziehen können.
Mit anderen friedlichen Fischen, die ähnliche Wasseransprüche haben, aber auch mit dem Edelkrebs oder dem Galizischem Sumpfkrebs lassen sie sich gut vergesellschaften. Schnecken, Zwergkrebse und Garnelen werden voraussichtlich von ihm gefuttert und sollten besser nicht zu ihm gesetzt werden.
Als Allesfresser futtern Drachenfische zwar bevorzugt Anfluginsekten, denen sie vor allem bei Einbruch der Dämmerung nachstellen, lassen sich aber auch mit größerem Lebendfutter und auch schwimmenden Futterflocken für Teichfische verwöhnen. Da sie außerdem weiche Fadenalgenwolken fressen, sind sie ideale Gesundheitspolizisten im Teich und Aquarium.





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