Description
Begonia sp. ‚Mempawah‘ ist eine grüne, kräftig wirkende Terrarienbegonie aus West-Kalimantan mit einem Erscheinungsbild, das durch seine texturreiche Blattoberfläche überzeugt. Die breit herzförmigen, sattgrünen Blätter zeigen eine ausgeprägte Bullation: Die Blattspreite wölbt sich zwischen den Blattadern wellenartig auf und verleiht dem Blatt eine dreidimensionale, lebendige Struktur, die das Licht auf der glänzenden Oberfläche auf angenehme Weise bricht. Über diese Oberfläche verteilen sich feine, unregelmäßige weißliche Flecken, die dezent und natürlich wirken und dem Blatt eine zarte, gesprengte Zeichnung verleihen, ohne das Bild zu überladen. Die leuchtend roten Blattadern, die sich strahlenförmig vom Stielansatz über das Blatt ziehen, und die ebenso roten Blattstiele setzen einen warmen Farbakzent, der gut zum satten Grün der Blattspreite passt. Insgesamt entsteht das Bild einer Pflanze, die natürlich und tropisch wirkt, ohne dabei aufdringlich zu sein.
Begonia sp. ‚Mempawah‘ ist eine noch nicht formal beschriebene Wildform aus der Region um Mempawah im Regency Mempawah, West-Kalimantan, im indonesischen Teil Borneos. Der Handelsname verweist direkt auf diese Herkunftsregion. Borneo gehört zu den artenreichsten Gebieten der Welt für die Gattung Begonia. Die Gesamtzahl der auf Borneo zu erwartenden Begonienarten wird auf rund 600 geschätzt, was die Gattung zum artenreichsten Pflanzensystem der Insel macht, wobei noch viele Arten wissenschaftlich unbeschrieben sind. Begonia sp. ‚Mempawah‘ gehört zur Familie der Begoniaceae und wächst in ihrem natürlichen Habitat als terrestrische, aufrecht wachsende Bodenpflanze im schattigen Unterholz feuchter Tieflandregenwälder, an dauerhaft feuchten, gut drainierten Standorten unter geschlossenem Kronendach. Flowgrow
Die Blätter sind breit herzförmig bis leicht asymmetrisch, mit der für Begonien typischen ungleichen Blattbasis und einem leicht gewellten, feingezähnten Blattrand. Die bullate Blattoberfläche ist das auffälligste texturelle Merkmal dieser Form. Die Aufwölbungen zwischen den Blattadern verleihen jedem Blatt eine reliefhafte Struktur, die bei seitlichem Lichteinfall besonders schön zur Geltung kommt. Bei ausreichend gutem Licht treten die weißlichen Flecken kontrastreicher vom dunklen Blattgrund ab. Junge Blätter zeigen ein frischeres, helleres Grün, das sich mit zunehmendem Alter zum satten Dunkelgrün ausgewachsener Blätter vertieft.
Im Terrarium und Paludarium gedeiht Begonia sp. ‚Mempawah‘ bei gedämpftem bis mäßig indirektem Licht. Direkte Sonneneinstrahlung verbrennt die Blätter und sollte vermieden werden. Hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 70 bis 80 % ist wichtig für einen gesunden Wuchs. Wie bei allen Borneo-Begonien sollten die Blätter nicht dauerhaft nass bleiben, da stehende Feuchtigkeit Pilzbefall begünstigt. Gute Luftzirkulation bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit ist daher entscheidend. Das Substrat sollte sehr gut drainierend, locker und mäßig humusreich sein. Staunässe ist zu vermeiden. Die Temperatur sollte dauerhaft zwischen 20 und 27 °C liegen.
Bullate Blattstruktur, sattgrünes Herzblatt, dezente Weißfleckung, rote Blattadern. Begonia sp. ‚Mempawah‘ ist eine natürlich wirkende, texturreiche Terrarienbegonie aus den Tieflandregenwäldern West-Kalimantans. Eine Pflanze, die durch Qualität und Struktur überzeugt.
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